Medizinische Hinweise für Kuba Reisen
20.09.2006
Kuba (Auswärtiges Amt), Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Malaria: Die Insel Kuba ist malariafrei.
Denguefieber: In und nach der Regenzeit (Mai bis Oktober) treten wiederholt Dengue-Fieber-Epidemien auf, wobei es immer auch Jahre mit besonders hoher Übertragungsaktivität gibt. Die kubanischen Behörden machen keine Angaben über die Zahl der jährlichen Erkrankungen.
Die Erkrankung wird von tagaktiven Mücken (Stegomyia aegypti) übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge vorkommen (Dengue-Hämorrhagisches Fieber).
Aufgrund der undurchsichtigen infektiologischen Lage sollten, um Mückenstiche zu verhindern, auch in den Städten die folgenden Maßnahmen ganzjährig besonders beachtet werden:
· körperbedeckende Kleidung tragen (lange Hosen, lange Hemden),
· ganztägig Insektenschutzmittel (sog. Repellentien) auf alle freien Körperstellen wiederholt auftragen,
· den Schlafraum mückenfrei halten, ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Durchfallerkrankungen: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Reisende sollten auf besondere Hygienemaßnahmen vor dem Verzehr von Obst und Gemüse achten und dieses frisch gekocht oder frisch selbst geschält verzehren.. Leitungswasser ist als Trinkwasser nicht geeignet. Das Trinkwasser sollte in abgepackter Form in Geschäften erworben werden. In der warmen Jahreszeit (April bis September) besteht eine Gefahr, daß Fische giftige Algen aufgenommen haben, die auch beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen können (Ciguatera). Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken. Lokale Warnungen sollten beachtet werden.
HIV / Aids: Durch hetero- und homosexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht neben dem Risiko der herkömmlichen Geschlechtskrankheiten das Risiko einer lebensgefährlichen AIDS-Infektion.
Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern möglich. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen.