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Die Wüste Negev

Auf ihrer vierzig Jahre dauernden Wanderung durch die Wüste nach dem Auszug aus Ägypten durchquerten die Stämme der Israeliten auch die Wüste Negev. Dünen und schroffe Felsen bestimmen das Bild der Landschaft, Krater, zerklüftete Schluchten und Trockentäler, Hochplateaus, und Oasen. Die Wüste zwischen Jordanien und Ägypten ist ein ideales Revier für Naturfreunde. Im Hai-Bar Naturschutzgebiet leben Tiere, die schon in der Bibel erwähnt wurden, in freier Wildbahn. Im Kibbuz Lotan treffen sich die Vogelfreunde aus aller Welt. Je nach Jahreszeit kann man hier mit erfahrenen Ornithologen auf die Pirsch gehen, um nistende oder auch rastende Zugvögel zu beobachten. Der Negev eignet sich ideal für Abenteuerexpeditionen durch die Wüste. Auch Seminare über Meditation, Survival und Selbstfindung werden hier organisiert und über verschiedene deutsche Veranstalter sowie z.B. über die Israelische Naturschutzbehörde gebucht.

Noch heute treffen sich jeden Donnerstag die Beduinen in Be’er Sheva zum Markt und bieten Kunsthandwerk, Teppiche, Kupferwaren und Schmuck feil. Entlang der alten Karawanenstraße durch die Wüste wurde das geheimnisvolle Nomadenvolk der Nabatäer im 1. Jahrhundert v. Chr. teilweise seßhaft und begann, mit seinen Städten, Mamshit, Shivta und Avedat, den Handel zu kontrollieren. Die imposante Hauptstadt der alten Nabatäer, das aus dem Felsen gehauene Petra im heutigen Jordanien, kann von Eilat aus in einem Tagesausflug besucht werden. Zahlreiche Ausgrabungen, darunter kunstvoll angelegte antike Bewässerungssysteme, zeugen von dieser untergegangenen Kultur.

Noch weiter zurück reichen die Anfänge der Kupfermine von Timna. Schon vor etwa 5000 Jahren trieben Bergleute die ersten Schächte in den Sandstein. Die Pharaonen begehrten das edle Metall ebenso wie die Könige Israels, allen voran Salomon. Bis zu 80.000 Sklaven schufteten in den Minen, deren Überreste, ebenso wie die der Tempel, in denen um guten Ertrag gebetet wurde, und die 50 m hohen, aus dem Sandstein erodierten Säulen Salomons heute von der vergangenen Größe Timnas zeugen.

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