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Malta

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Mdina

Mdina

Der Marktplatz von Mdina, maltas alter, historischer Hauptstadt. Bild: FVA Malta

Mdina, über Jahrhunderte die Hauptstadt Maltas, präsentiert sich dem heutigen Besucher als eine „stille Stadt“, eine museale, befestigte Siedlung, in der Paläste und Kirchen vom Prunk vergangener Tage künden, aktuell aber gerade einmal 500 Menschen leben. Trotzdem ist ein Besuch in der alten Stadt, die bereits von den Puniern, später von den Römern und schließlich von den Arabern bewohnt wurde, ein unbedingtes Muss.

Eine zentrale Achse in Mdina ist die Villegaignon Street, sie gliedert das Zentrum der durch eine Bastion geschützten Altstadt in einen mittelalterlichen Teil und den Bereich, der von den Ordensrittern im 18. Jahrhundert maßgeblich umgestaltet wurde. Im westlichen, älteren Gebiet findet man an zahlreichen Gebäuden die Stilelemente der siclo-normannischen Architektur mit leicht abgeflachten Bogenportalen und Schmuckelementen, die an die enge Verbindung der Insel mit Sizilien im 14. Jahrhundert erinnern. Besonders sehenswerte Gebäude in diesem Teil der Stadt sind der Palazzo Santa Sophia, das Karmeliter-Kloster sowie der Palazzo Falzon (anno 1495). Im Palazzo Constanzo an der Villegaignon Street stellt die „Medieval Times Show“ das Leben in der mittelalterlichen Hauptstadt mit menschengroßen Puppen nach.

Östlich der Villegaignon Street erstreckt sich das im 18. Jahrhundert von den Großmeistern des Templerordens „modernisierte“ Mdina. Nach den verheerenden Zerstörungen durch das Erdbeben von 1693 plante Großmeister de Vilhena ab 1724 ein neues Stadtzentrum. Dieser jüngere Teil Mdinas wurde durch ein weiteres Stadttor am St. Publius Square zugänglich gemacht. Die Universität von Mdina, die im rechts des Tores gelegenen Vilhena-Palast untergebracht wurde, sollte der Stadt zu neuem Glanz verhelfen. Im östlichen Teil Mdinas liegt zudem der monumentale Bau der St. Peter und Paul-Kathedrale, die auf den Resten des alten, durch das Erdbeben zerstörten, Gotteshauses errichtet wurde. Der barocke Kuppelbau ist in seinem Inneren mit zahlreichen Gemälden und Dekorationen ausgeschmückt. Weitere Kirchenschätze des Sakralbaus sind  im, am Archbishop Square liegenden, Kathedralen-Museum ausgestellt.


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