Sehenswürdigkeiten auf Gran CanariaGran Canaria wird aufgrund seiner verschiedenartigen Landschaften und Mikroklimata gerne als Miniaturkontinent bezeichnet. So unterschiedlich die Natur an vielen Stellen der Insel ist, so vielfältig ist auch ihre Kultur und Geschichte, die daraus hervorgegangen ist. Dies manifestiert sich in besonderer Weise in den zahlreichen Festen, die auf Gran Canaria begangen werden, seien sie nun folkloristischer Natur, wie in den ländlichen Gebieten, von klassischer Art, wie die Konzerte und Opernfestivals in Las Palmas oder inspiriert von anderen Kulturen, wie der schönste lateinamerikanische Karneval in Europa.
Um das wahre Gesicht Gran Canarias kennen zu lernen, bedarf es oft nur kurzer Strecken hinaus aus den Urlaubszentren. Wenige Kilometer im Landesinneren liegen die authentischen Dörfer der Insel, wie das künstlerisch geprägte Agaete, das traditionelle Teror (das religiöse Herz Gran Canarias), die alte Königsstadt Gáldar oder das architektonische reiche Arucas. Nicht versäumen sollte man auch einen Besuch der Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Hier erlebt man den modernen kanarischen Lebensalltag inmitten eines historischen Altstadtkerns und einer Vielzahl kultureller Einrichtungen, wie dem Atlantischen Zentrum für Moderne Kunst, dem Elder Museum der Wissenschaft und Technologie oder dem geschichtlichen Museo Canario.
Durch die zahlreichen archäologischen Fundstätten der Insel gewinnt man Einblick in die Vergangenheit der Altkanarier, der Guanchen. Bedeutende Grabungsareale, die besichtigt werden können sind der Wohnhöhlenkomplex Cenobio de Valerón bei Santa María de Guía, die bemalte Höhle Cueva Pintada in Gáldar oder die Nekropole von Ateara (San Bartolomé de Tirajana).
Auch in den Naturlandschaften zeigt sich die Kultur der Insel, denn in den Bergen und Schluchten trifft man auf über 100 endemische Arten, die nur hier in den inseleigenen Mikroklimata gedeihen. Für Naturliebhaber ist vor allen Dingen der Norden Gran Canarias und das Zentrum interessant. Die vulkanische Vergangenheit formte eine zerfurchte Gebirgswelt, die von tiefen, landschaftlich einmaligen Canyons, genannt Barrancos, durchzogen wird. Besonders beeindruckend sind die Barrancos von Agaete und Guayadeque. An einigen Stellen hat das Vulkangestein durch Erosion und Wind bizarre Formen angenommen, wie etwa bei Pozo de las Nieves, wo der Roque Nublo, ein 80 Meter hoher Monolith sich über einem Tafelberg erhebt. Ein Erlebnis ist zudem eine Wanderung entlang des erloschenen Vulkankessels Caldera de Bandama bei Las Palmas. |