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Kardámena

Hafen von Kardamena bei Nacht

Kardámena ist die Hochburg des Nachtlebens auf Kos. Bild: GNTO

Eigentlich gibt es so etwas wie Massentourismus auf Kos nicht, eigentlich, doch am Urlaubsort Kardámena an der Südküste scheiden sich die Gemüter. Die historische Bausubstanz des 1865 gegründeten Fischerortes ist so gut wie nicht mehr vorhanden, statt dessen reiht sich ein Hotel neben dem anderen, freie Plätze werden von Souvenirläden, Lokalen und Bars beschlagnahmt. Statt griechisch ist hier englisch die am meisten genutzte Sprache und internationale Fastfoodketten haben längst ihren Weg in das Ferienzentrum gefunden. Hinzu kommt der wohl einzige Strand von Kos, an dem sich die Handtücher dicht an dicht reihen.

Das alles klingt schrecklich, ist aber nur die halbe Wahrheit über Kardámena. Denn es gibt einige Vorzüge des Urlaubsortes, die seine Gäste durchaus zu schätzen wissen. Da ist zum einen die lebhafte Bar- und Clubszene, die das schon ordentliche Nachtleben in Kos-Stadt bei weitem übertrifft. Zudem verfügen die Strände des Ortes über Wassersportzentren, in denen nahezu jede Aktivität rund um das kühle Nass ausgeübt werden kann. Täglich starten vom Hafen Tauch- und Ausflugsboote, sogar Touren in das türkische Bodrum sind buchbar. Und schließlich findet man selbst in Kardámena noch ruhige Ecken. Meidet man den Hauptstrand und begibt sich an die Strände im Osten und Westen des Ortes, wird man zumeist mit freier Platzwahl belohnt. Den Nachmittag kann man zudem wunderbar in einem der zahlreichen Cafés an der schönsten Uferpromenade von Kos mit Blick auf die schaukelnden Boote genießen.