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Nach internationaler Anerkennung strebt das Alte Land, das um die Aufnahme in das Weltkulturerbe der Unesco bewirbt. Die Region im Elbvorland Hamburg würde damit den Aufstieg in eine illustre Riege von 700 Stätten weltweit schaffen, darunter große Namen, wie die Pyramiden von Gizeh, den Kölner Dom und die chinesische Mauer. Zur Verwirklichung der ehrgeizigen Ziele hat sich die Bürgergruppe „Verein zur Anerkennung des Altes Landes zum Welterbe der Unesco“ gegründet. Sie möchte die Bewerbung in der neuen Kategorie „Dynamische Kulturlandschaft“ einreichen.

Gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ erklärt die Vorsitzende Kerstin Hinzt, dass nicht einzelne historische Häuser in der Region ausschlaggebend sind, sondern vielmehr der Prozess der Kolonisierung und Entwicklung der maritimen Landschaft an der Elbe. Diese wurde vor knapp 900 Jahren besiedelt. Die Entwässerung erfolgte durch Gräben und Fleete nach holländischem Vorbild, zur Schutz der Siedlungen vor den Fluten der Elbe wurden Deiche errichtet. Heutzutage ist das fruchtbare Marschland mit insgesamt 14.300 Hektar Baumobst das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Mitteleuropas und vor allen Dingen für seine schmackhaften Äpfel berühmt.

Bevor der Antrag auf Nominierung beim internationalen Komitee für Kulturlandschaft und Baudenkmale der Unesco in Paris eingeht, muss er zunächst die Kultusministerkonferenz des Landes Niedersachsen passieren. Wer die Gruppe bei ihrer Arbeit unterstützen möchte erhält weitere Informationen unter www.welterbe-altes-land.de.