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Umschulungen oder berufliche Fachwechsel sind heutzutage keine Seltenheit mehr, doch den Schritt vom Bürosessel in die Natur vollziehen nur die wenigsten Menschen: Jade Osbourne ist einer von ihnen. Der 40jährige entschied sich vor knapp drei Jahren seinen langjährigen Beruf als Computerprogrammierer an den Nagel zu hängen, um seinen Leben einen neuen Sinn zu geben. Bei seinen Überlegungen erinnerte sich der Brite an seine Universitätszeiten, als er Tierverhalten mit dem Schwerpunkt Bären studierte. Nachdem sein Entschluss feststand, setzte sich Jade mit der Tierschutzorganisation „Free the Bears“ in Kontakt, in der Hoffnung sich irgendwo nützlich machen zu können. Eine Bärenart lag Jade dabei schon besonders lange am Herzen: der asiatische Schwarzbär gehört zu den weltweit am stärksten gefährdeten Bärenarten und hat vor allem in Asien einen schweren Stand, da er als Haustier in kleinen Käfigen gehalten wird oder als Mahlzeit auf den Tellern landet. Jade arbeitet heute, zusammen mit seiner Frau, in einer Auffangstation für Bären am Tat Kuang Si, ein Tropengebiet in dem asiatischen Land Laos. Bevor die, bis zu zwei Meter großen, Tiere in das Schutzgebiet kommen, widerfuhr ihnen zumeist ein schweres Schicksal, denn auf so genannten Bärenfarmen wurden sie zuvor jahrelang misshandelt: die Gallenblase der Tiere wurde angezapft und zahlreiche Bären fielen auch dem Schlachtermesser zum Opfer. In der Auffangstation, in der Jade und seine Frau arbeiten, leben derzeit siebzehn Schwarz-, sowie ein Malaienbär  und mittlerweile wissen auch die Dorfbewohner um den Nutzen der Tiere, die dem kleinen Ort jährlich rund 200.000 Besucher bescheren.

Die vollständige Story von Jade und den Kragenbären gibt es auf  spiegel.de