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Der Arbeitsmarkt zieht deutlich an, gleichzeitig stellt die Deutsche Bahn im Rahmen der Strategie Starke Schiene weiterhin auf sehr hohem Niveau ein. Allein dieses Jahr will die DB erneut 21.000 neue Mitarbeitende an Bord holen. Darunter sind 5.200 Nachwuchskräfte – das ist erneut ein Rekord.
 
Mehr Frauen für die Bahn – da gehört es deshalb auch dazu, DB-Frauen und ihre Jobs sichtbarer zu machen – und das kann niemand besser als die Mitarbeiterinnen selbst. Initiiert vom Netzwerk „Frauen bei der Bahn“ fuhr heute erstmals ein „Female ICE“ von München nach Berlin.
 
Von der Lokführerin bis zur Zugchefin – ausschließlich Frauen waren für den extra gebrandeten Zug verantwortlich. In einem Sonderwagen boten die Organisatorinnen für dutzende DB-Kolleginnen und Gäste ein spezielles Programm. Auch entlang der Strecke – in Stellwerken, an Bahnhöfen und auf Baustellen – waren verstärkt Mitarbeiterinnen im Einsatz. In Halle und Nürnberg informierten zudem DB-Kolleginnen bei Veranstaltungen Interessentinnen über Jobprofile und spannende Projekte. Insgesamt mehr als 500 DB-Frauen wollten mit der Aktion ein Zeichen setzen und andere Frauen ermutigen, Jobs auch in Männerdomänen und in Führungspositionen anzustreben.
 
Der Zug wurde am Morgen in München von der bayerischen Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, und Ulrike Haber-Schilling, Vorständin DB Regio und Mitglied des Frauennetzwerks, auf die Reise geschickt. Zur Begrüßung des ICE in Berlin waren die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht bei der DB, vor Ort am Hauptbahnhof.
 
Aufmerksamkeit erzielte das Projekt „Female ICE“ auch in Brüssel, wo die DB erst kürzlich mit dem „European Women in Rail Award“ als „beste Arbeitgeberin für Frauen im europäischen Schienensektor“ ausgezeichnet wurde.
 
Bei der DB in Deutschland arbeiten derzeit rund 50.700 Frauen, das entspricht einem Anteil von 23,4 Prozent. Der Anteil von Frauen in Führung liegt aktuell bei 25,5 Prozent. Er soll bis 2024 auf 30 Prozent steigen. Zum Paket „30 Maßnahmen für 30 Prozent“ der Personalgewinnung gehört u. a., dass über eine frühzeitige Nachfolgeplanung insgesamt mehr Kandidatinnen aufgestellt werden. Für Führungspositionen wird mindestens eine Frau auf der Shortlist platziert. Der Vorstand hat ein Vetorecht bei der Besetzung von Führungspositionen. Und: Jede Führungskraft ist aufgerufen, einen Leistungsbeitrag für mehr Frauen in Führung zu erbringen. (DB)