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Erstmals seit der Monarchie sitzen in der Wiener Institution wieder Frauen im Sattel

Die Emanzipation ist seit Beginn des letzten Monats auch in der altehrwürdigen Spanischen Hofreitschule zu Wien angekommen. Erstmals seit Ende der Monarchie sitzen in der hohen Schule der Reitkunst wieder Frauen im Sattel. Im Oktober begannen neben zwei jungen Männern auch zwei weibliche Schülerinnen ihre Ausbildung in der österreichischen Hauptstadt.

Eine 17-jährige Britin und eine 21-jährige Österreicherin wurden seit langer Zeit in den ansonsten ausschließlich männlichen Kreis der Spanischen Hofreitschule aufgenommen. Dabei sind Frauen im Sattel in der Geschichte der hohen Reitschule durchaus nichts Neues. Königin Maria Theresia führte gar einstmals höchstpersönlich die Quadrille im Damenkarussell an.

Die Spanische Hofreitschule war, trotz ihrer Stellung als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Wiens, zu Anfang des Jahres mit Finanznöten in die Schlagzeilen gekommen. Derzeit besteht die Equipe der hochdotierten Reiter aus 16 Mitgliedern, die vier neuen Schüler erwartet eine Lehrzeit von bis zu sechs Jahren. Bevor die Anwärter vor Publikum auftreten, müssen sie sich zunächst ihre Sporen bei der Stallarbeit, dem Putzen der Lipizzaner und im Reitunterricht verdienen.