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Einem Team aus Wissenschaftlern vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Piloten des Mountain Wave Project (MWP) ist es erstmals gelungen, mit einem Motorsegler am höchsten Berg der Erde, dem 8.848 Meter hohen Mount Everest, entlang zu fliegen. Der Motorsegler war mit einem neuartigen 3D-Kamerasystem ausgestattet. Dieses Kamerasystem soll zukünftig ein hochgenaues 3D-Modell der nepalesischen Everest Region mit einer Auflösung von bis zu 15 Zentimetern liefern und damit eine genauere Vorhersage von Hangrutschungen und Überflutungen durch Gletscherseeausbrüche ermöglichen. Durch solche Hangrutschungen und Spontanüberflutungen verloren in der Vergangenheit immer wieder dutzende Nepalesen ihr Leben. Es wurden bereits ganze Dörfer und auch Infrastruktur wie Brücken und Straßen weggespült. Satelliten liefern bisher die Bilder dieser entlegenen Regionen.

In einigen Wochen sollen die ersten 3D-Modelle der überflogenen Region am Mount Everest vorliegen. Das 3D-Modell erlaubt die Einbettung in ein Geografisches Informationssystem. Somit sind Analysen und Bewertungen unter Berücksichtigung von geologischen, hydrologischen sowie meteorologischen Daten über das Gefährdungspotenzial steiler Hänge und ausgedehnter Gletscher in schwer zugänglichen Gebirgsregionen möglich. (DLR)