Service-Hotline

Wer kennt das nicht, der Urlaub ist vorbei und am Abreisetag geht es mit schwerem Gepäck zum Flughafen. Nachdem die Koffer im Flugzeug verstaut sind, möchte man sich nur noch gemütlich in den Flieger setzen und innerlich auf die Heimat vorbereiten. Das dachten die Passagiere des Thomas Cook-Fluges letzten Sonntag auch, doch dann kam alles anders. . .

Am 21. Juni 2009 sollte eine Thomas Cook-Maschine 186 Passagiere von Mallorca nach Newcastle fliegen. Doch beim Verladen des Gepäcks verkeilte sich eine Gepäckklappe, so dass nur im vorderen Teil des Flugzeuges Koffer untergebracht werden konnten. Die Reisenden wurden kurz vor dem Start gebeten, im hinteren Bereich des Fliegers Platz zu nehmen, um so einen Gewichtsausgleich zu erzielen. Dass sie als lebendes Gepäck dienen sollten, um für Sicherheit und Stabilität im Flieger zu sorgen, verängstigte 71 Fluggäste so sehr, dass sie entschieden auf mallorquinischem Boden zu bleiben.
Bereits im Vorfeld erzählten Passagiere, die mit Thomas Cook angereist waren, dass der Flug katastrophal gewesen sei, da ein Defekt bestünde. Dies verursachte weitere Angst und Unsicherheit. Zahlreiche Gäste weigerten sich daraufhin, die Maschine überhaupt zu betreten, trotz der Versicherung des Kapitäns, dass alles in Ordnung sei.

Der Veranstalter Thomas Cook versteht den Grund für die Aufregung der Passagiere nicht. Der Vorgang wird als Routine-Prozedur bezeichnet. Es bestehe keinerlei Gefahr für die Gäste. In Zeiten von ungeklärten Flugzeigabstürzen ist es nicht verwunderlich, dass Reisende besonders sensibel auf das Thema Flugzeugdefekt reagieren. Vielleicht hätte die Fluggesellschaft mit dem Thema etwas diplomatischer umgehen sollen um den Passagieren Strapazen und Ungemach zu ersparen.