Service-Hotline

In der aktuellen Ausgabe von „Stiftung Warentest“ ist die Preiskalkulation von Online Flugvermittlern einmal genauer unter die Lupe genommen worden. Das Ergebnis der Untersuchung ist wenig vorteilhaft für die Online Portale, denn nach den Recherchen der Tester zahlen Flugreisende bei den Online Flugvermittlern oft höhere Preise, als wenn sie bei den Airlines direkt buchen würden. Zusätzlich lauern bei Buchung über die Vermittler auch noch weitere „versteckte“ Gebühren, die es bei Direktbuchungen nicht geben würde.

Eine der Ursachen für die höheren Kosten bei vielen Flugreisen-Portalen Portalen sind die sogenannten Servicegebühren. Die Portale, die die Flugtickets der Fluggesellschaften lediglich vermitteln, erhalten von den Airlines in der Regel die gleichen Preise, die die Fluggesellschaften auch ihren Kunden bei einer direkten Buchung in Rechnung stellen. Hierbei handelt es sich oftmals um sogennante Nettotarife (d.h. die Flugpreise enthalten keine weitere Vermittlungsprovison für die Portalbetreiber). Um an einem vermittelten Ticket etwas zu verdienen, müssen die Vermittler auf den Nettopreis also noch eine zusätzliche Gebühr aufschlagen, die es bei den Airlines (zumindest in der Höhe) meistens nicht gibt. Die Höhe der „Servicegebühr“ können die Vermittler selbst festlegen. Bei den Untersuchungen der Tester lagen diese im günstigsten Fall bei 12 Euro pro Passagier, bei anderen Anbietern begannen diese erst bei 20 Euro.

Eine weitere „Kostenfalle“ kann laut der Untersuchung auch bei Stornierungen von Flügen lauern. Da die Flugreisenden einen Vermittlungsvertrag mit den Online-Portalen abgeschlossen haben, können im Fall einer Stornierung oder Umbuchung doppelte Kosten auf die Kunden zukommen: zum einen für die entsprechenden Stornierungskosten seitens der Airline, zum anderen für eine solche Gebühr bei den Portalen. Umbuchungen oder Stornierungen schlagen bei einigen Portalen mit 30 bis 50 Euro pro Passagier zu Buche, zusätzlich zu den Gebühren seitens der Airline.

Auch bei Komponenten wie Reiseversicherung oder Reisegepäck müssen Kunden von Online-Flugvermittlern besonders aufpassen, um nicht am Ende überraschende Mehrkosten in Rechnung gestellt zu bekommen. Ebenso kritisch sahen die Tester das Problem, dass viele angezeigte (günstige) Preise am Ende tatsächlich gar nicht mehr verfügbar waren und es am Ende dann doch teurer wurde.

Unter dem Strich empfiehlt „Stiftung Warentest“ für die Suche eines günstigen Flugtickets die Nutzng einer Metasuchmaschine (wie zum Beispiel skyscanner oder swoodoo), die sowohl die Angebote der Reiseportale als auch der Fluggesellschaten direkt miteinander vergleichen. Gebucht werden sollte dann aber am besten bei der Fluggesellschaft direkt.

Die von den Testern festgestellten Preisdifferenzen beziehen sich ausschließlich auf reine Linienflüge. Bei anderen Reisebuchungen (z.b. Pauschal- oder Last Minute-Reisen) gibt es solche Preisunterschiede zwischen Online-Vermittlern und Reiseveranstaltern nicht.

Weitere Informationen zum Test der Flugreisenportale: hier.