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Sie sind klein, rot und haben schwarze Punkte- genau die Rede ist vom Marienkäfer. Die niedlichen kleinen Insekten, die sonst praktische Helfer bei der Vernichtung von Blattläusen sind, plagen diesen Sommer die mecklenburgische Küste. Zu tausenden werden die Marienkäfer vom Land an die Küste getrieben. Doch was hilft gegen die kleinen Glücksboten?

Die Marienkäfer sind los. Betroffen sind Hamburg, Schleswig-Holstein und die Ostseeküste. Besonders an den zurzeit viel besuchten Stränden von Lübeck und der Kieler Bucht sind die kleinen Krabbler zu tausenden anzutreffen. Sie lassen sich auf allen farbigen Flächen nieder, Bänken, Hauswänden und auf genervten Urlaubern. Doch das krabbeln und leichte ziepen ist nicht das schlimmste- die Insekten hinterlassen bei Gefahr einen gelben, klebrigen Urinfilm.

Grund für die rote Invasion ist das überreiche Nahrungsangebot für die Larven in diesem Jahr. Mit dem Klimawandel hat das, laut dem Greifswalder Zoo, nichts zu tun. Die hohe Larvenanzahl führt zu einer schnelleren Vermehrung bei den Marienkäfern.

Das besonders die Küstengebiete betroffen sind, hängt wahrscheinlich mit den Windverhältnissen zusammen. Gesättigt von den Larven, auf den grünen Feldern Mecklenburg-Vorpommerns, fliegen die kleinen Käfer aus, um neue Nahrung zu finden. Starke Winde drücken die Tiere auf die Meeresoberfläche der Ostsee und spült sie an die Strände.

Was hilft gegen die Marienkäfer-Plage?

Da die deutschen Siebenpunkt-Marienkäfer keine natürlichen Feinde haben- Vögel ignorieren die Käfer, denn chemische Inhaltsstoffe im Körper der Krabbler, sind für sie unverdaulich, wird der Einsatz von geflügelten Helfern nichts bringen. Der beste Tipp ist ignorieren. Wer sich am Strand schützen möchte, kann sich mit Tüchern bedecken oder einen großen Strauß voll Blätter mitbringen. Mit etwas Glück lockt das die kleinen, roten Insekten an. Ein Trost ist- die Tierchen leben nur ein Jahr.