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Wissenschaftler der Brünner Masaryk-Universität entdeckten bei der kleinen südmährischen Gemeinde Přibice(Priebitz) ein Gräberfeld, das Anhängern der Täufergemeinschaft Jakob Hutters zugeschrieben wird. Die Hutterer hatten nach ihrer Vertreibung 1528 aus den deutschsprachigen Reichsgebieten Asyl in Mähren gefunden, bevor sie auch von dort während des Dreißigjährigen Krieges vertrieben wurden. Ihre Ablehnung der Taufe von unmündigen Kindern und die Ablehnung von anderen Besitzformen als der Gütergemeinschaft ließ sie damals zur Zielscheibe der Gegenreformation in Böhmen werden. Das Grab soll nach Angaben von CzechTourism in den kommenden Jahren erforscht werden. An Ort und Stelle sollen Ausstellungstafeln über die protestantische Gemeinschaft und ihre Zeit in Südmähren aufgestellt werden. Durch Přibiceverläuft der knapp 80 Kilometer lange Radwanderweg „Durch das Brünner Weinland“. Das Grab soll dort als Station verzeichnet werden.