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Vollkommen überfüllte Abteile und Wagons die aus allen Nähten zu platzen drohen: was hierzulande nur bei Public Viewing der deutschen Fußballnationalmannschaft in den U-Bahnen zur harten Realität wird, ist in Japan Alltag. Viel schlimmer allerdings als der Platzmangel in den Wagonen sind die Handlungen, die daraus resultieren. Ständig gehen bei der japanischen Polizei Beschwerden wegen sexueller Belästigung ein.

Die Menschenmassen die sich täglich zu den Rush Hours in den U-Bahnen aufhalten, bieten Grabschern und Perversen zahlreiche Möglichkeiten ihre sexuellen Fantasien möglichst unbemerkt in die Tat umzusetzen. Zumeist werden japanische Frauen Opfer von sexueller Belästigung, Griffen an Körperteile oder heimlich aufgenommene Fotos. Die japanische Polizei ergreift nun erste Maßnahmen um gegen die Grabscher anzugehen.

120 Beamte sollen in Tokio und den umliegenden Regionen in den U-Bahnen mitfahren, um die zumeist unbemerkten Unruhestifter in die Schranken zuweisen. In zwei Zügen auf der Strecke zwischen Tokio und Saikama, werden nun probeweise Überwachungskameras installiert. Ob weder die Beamten noch die Kameras das Problem mit den U-Bahn-Grabschern lösen können, bleibt abzuwarten, denn weniger Menschen befinden sich durch diese Maßnahme ja nicht in den Wagons…

Impressionen von den überfüllten U-Bahnen in Japan gibt es auf bild.de