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Nur wenige Tage, nachdem im Westen Mallorcas eine Autobombe explodierte und zwei Beamte der Guardia Civil in den Tod riss, wurde die spanische Urlaubsinsel erneut von einer Serie von Terroranschlägen erschüttert. Am gestrigen Sonntagnachmittag detonierte ein Sprengsatz in einem Strandrestaurant am Ortsrand der Hauptstadt Palma de Mallorca. Nur kurze Zeit später kam es in unmittelbarer Nähe zu einer zweiten Explosion, bevor in einem unterirdischen Einkaufszentrum in der Innenstadt schließlich eine dritte Bombe explodierte. Die Hintergründe einer vierten Detonation in einer Gaststätte, die anfangs mit einer Gasexplosion in Zusammenhang gebracht wurde, werden derzeit noch untersucht.

Verletzt wurde niemand. Die baskische Untergrundorganisation ETA hatte in mehreren Telefonanrufen vor den Anschlägen gewarnt, so dass die mutmaßlichen Anschlagsziele zumindest teilweise weiträumig abgesperrt werden konnten. Darüber hinaus hätten die Bomben laut spanischer Regierung nur über eine sehr geringe Sprengkraft verfügt. Auch wenn Experten mutmaßen, dass die erneuten Terroranschläge die Reiselust der Besucher nicht trüben werden, bedeuten sie doch einen Rückschlag für den Tourismus im Urlaubsparadies der Deutschen.

Bereits seit mehreren Jahrzehnten setzt sich die ETA im Norden Spaniens und Südwesten Frankreichs für ein unabhängiges Baskenland ein. Dabei hat die Organisation bereits über 800 Todesopfer zu verantworten. Nur wenige Stunden vor der neuerlichen Anschlagsserie hatte sich die ETA zu den Anschlägen am 30. Juli in Palmanova bekannt.

Auch wenn das Auswärtige Amt keine Reisewarnung für die Baleareninsel herausgegeben hat, wird doch zu erhöhter Vorsicht gemahnt. Menschenansammlungen sollten gemieden werden.