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Wem die in den achtziger und neunziger Jahren beliebten Turtles ein Begriff waren, wird nachvollziehen können, dass das neueste Bauprojekt New York Citys für die Comichelden im Schildkrötengehäuse perfektioniert gewesen wäre. Diese hatten ihr Hauptquartier zeitweise in einem alten verlassenen Bahnhof der Stadt und lebten in einem der abgestellten Wagone. Im Jahr 2011 plant das Architekturbüro Raad nun die effektivere Nutzung eines alten Straßenbahnterminals unter der Delancey Street: unter der Führung von James Ramsey soll in der Lower East Side ein Park unter der Erde entstehen und somit den Mangel an Grünflächen in der Millionen-Metropole etwas Abhilfe verschaffen.

Mit der Umleitung von Sonnenlicht, dürfte selbst unter den New Yorker Straßen eine Photosynthese möglich sein, womit sich der unterirdische Park in ein eigenes kleines Ökosystem verwandeln könnte. Die Sonnenstrahlen sollen mit Hilfe von Spiegeln und Kabeln unter die Erde geleitet werden, eine ähnliche Technologie sorgt an der Berliner Bahnstation Potsdamer Platz bereits dafür dass es in der Untergrund-Station taghell ist. Der stillgelegte Bahnhof an der Delancey Street bietet mit über 8000 Quadratmetern Fläche genug Platz für eine Grünfläche modernster Art und dürfte nach Zustimmung der Stadtverwaltung bereits in naher Zukunft verwirklicht werden.

Die New Yorker können sich dann auf einen gemütlichen Spaziergang im „Low Line“-Park freuen, Michelangelo, Raffael, Donatello oder Leonardo werden sie dabei aber eher nicht antreffen. Für eine Begegnung mit einem Nachkommen von deren rattenartigen Lehrmeister Splinter stehen die Chancen unter den Straßen New Yorks allerdings nicht so schlecht.