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Auf den innerdeutschen Flügen der Lufthansa-Tochter CityLine ging heute Morgen zwischen 6.30 und 8.30 Uhr wenig bis gar nichts mehr. 20 Flüge mussten gestrichen werden, 60 Maschinen konnten nur mit Verspätung abheben, auch einige europäische Verbindungen waren betroffen. Grund für die Turbulenzen: ein Pilotenstreik, den die Gewerkschaft Cockpit ins Leben gerufen hatte. Die fordert für ihre Mitglieder vor allen Dingen bessere Arbeitsbedingungen.

Besonders schlimm traf es den Flughafen München, hier fielen am Morgen allein zwölf Flüge aus, aber auch in Hamburg und Berlin-Tegel herrschte Chaos, besonders Geschäftsreisende bekamen die Auswirkungen des Arbeitskampfes zu spüren. Ein Lufthansa-Sprecher bezeichnete die Folgen der Streiks als gravierend, denn bereits am Montag hatte die Gewerkschaft Ver.di, in der ein anderer Teil der Piloten organisiert ist, zu Wahnstreiks aufgerufen. Grund für die Unzufriedenheit der Flugzeugkapitäne sind vor allen Dingen die langen Arbeitszeiten mit Schichten von bis zu sechs Tagen und unsichere Dienstpläne. Zudem verdienen die Piloten bei der CityLine noch rund ein Viertel weniger als ihre Kollegen beim Mutterkonzern Lufthansa. Bleibt zu hoffen, dass das Engagement zweier Gewerkschaften (Cockpit und ver.di) in dieser Angelegenheit, den Arbeitskampf nicht unnötig verlängert und zu zusätzlichen Ausfällen und Verspätungen führt, die letztendlich auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werden.