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Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten an einem neuen Radweg vom masurischen Szczytno (Ortelsburg) ins ermländische Biskupiec (Bischofsburg). Die über 40 Kilometer lange Strecke führt über einen stillgelegten Bahndamm durch die wald- und wiesenreiche Region der nordöstlichen Woiwodschaft. Zuletzt fuhr dort vor über 25 Jahren ein Zug, die Gleise sind fast komplett entfernt worden. Der noch bestehende Bahndamm soll mit einer drei Meter breiten Fahrbahn aus Bitumen ausgestattet werden, die bei Schneefall im Winter auch als Langlaufloipe gespurten werden kann. Darüber hinaus sollen Rastmöglichkeiten sowie Aussichtsplattformen für Radwanderer entstehen.

Polen investiert seit einigen Jahren massiv in den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. So entsteht derzeit ein Rundweg um die Großen Masurischen Seen. Über Querverbindungen werden Radtouristen von der geplanten Strecke zwischen Szczytno und Biskupiec auch zu dieser rund 300 Kilometer langen Trasse gelangen. Ein weiteres Großprojekt ist die Łynostrada entlang der Łyna (Alle) im Ermland. Die ersten neun Kilometer durch das Alletal in Olsztyn (Allenstein) sind bereits fertiggestellt. Künftig soll der Radweg bis Lidzbark Warmiński (Heilsberg) weitergeführt werden und eine Länge von über 60 Kilometern erreichen.

In Olsztyn soll das städtische Radverleihsystem nach der erfolgreichen ersten Saison auf 200 City-Bikes verdoppelt werden. Zehn Prozent der Räder sind mit Sitzen für Kleinkinder ausgestattet. Auch die Zahl der Radsammelstationen wird auf 20 verdoppelt. Weitere City-Bikes sollen durch Privatunternehmen und die Universität von Ermland-Masuren angeschafft werden. (FVA Polen)