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Die beliebte belgische Comicserie rund um den Reporter Tim und sein Freund, den kleinen Hund Struppi aus der Feder des 1983 verstorbenen Zeichners Hergé steht wegen ihres Abenteuers im Kongo in der Kritik. Nachdem der Band „Tim im Kongo“ bereits in England und Südafrika aufgrund rassistischer Tendenzen vom Markt genommen wurde, droht ihm nun auch in Belgien und Schweden das Aus. Die Gegner des Comics, darunter ein aus dem Kongo stammender Belgier werfen dem Werk vor, dass es die Einheimischen als dumm und arbeitscheu darstelle.

Die Bewohner des Kongo verstehen die Aufregung um die Bildergeschichte jedenfalls nicht. In einem Tagesthemenbeitrag vom 23. August stellen sie sich klar hinter Tim und Struppi. Der Komik sei eine beliebte Lektüre bei den Kindern, äußert sich eine Befragte. Zudem verdienen einige der kongolesischen Einwohner mit den beiden Komikhelden ihr Geld. Schließlich kennen viele der europäischen Gäste das Land unter anderem auch aus dem Zeichenband und freuen sich, wenn sie Tim und Struppi-Figuren vom „Originalschauplatz“ mit nach Hause bringen können.