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Tierschützer protestieren gegen Naomi Campbells Hotel-Baupläne

Dass die Strände Kenias feinsandig und traumhaft schön und die Menschen freundlich sind, weiß auch Naomi Campbell seit ihrem Ostafrika-Urlaub. Freunde wird sie hier allerdings schwerlich finden, denn dem Topmodel gefällt das Land so gut, dass sie Pläne für ein Luxus-Kasino am Indischen Ozean schmiedet – in unmittelbarer Nähe zu einem Schutzgebiet für seltene Schildkröten. Tierschützer und Anwohner gehen auf die Barrikaden.

Den Umweltschützern zufolge würden umherbummelnde Touristen die Gelege zerstören, während der Lärm sowie die starken Lichtquellen des Kasinos die Brut der Reptilien beschädigten. Die Baby-Schildkröten orientieren sich auf dem Weg vom Nest zum Meer an dem hellsten Punkt – wenn das hell illuminierte Hotel die Jungen von ihrer richtigen Bahn abbringt, trocknen sie aus.

Ob das „Hotel der Milliardäre“, wie das 6-Sterne-Haus heißen soll, nun die entsprechende Kundschaft in den Badeort Malindi lockt, steht noch in den Sternen. Im August hatte Campbell zusammen mit Formel-1-Manager Flavio Briatore ein Gesuch bei den zuständigen kenianischen Ämtern eingereicht. Die Tourismusbehörde des Landes untersucht nun in einer möglicherweise jahrelangen Prozedur die eventuellen Auswirkungen des Bauwerks auf die Umwelt. Vielleicht wird dann auch berücksichtigt, dass die kleine Stadt Malindi bereits ein Kasino besitzt. Und auch Hotels gibt es hier genügend.