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In der Innenstadt von Berlin. Asphalt, Gewimmel, Autohupen und plötzlich: eine grüne Oase, Bäume und Sträucher. Zwischen den Blättern steht ein Naturbursche: der „Stress Buster“. Er kommt aus Estland und hat einen Plan: den Stress zu lindern, den Alltag zu entschleunigen und die Schönheit Estlands erfahrbar zu machen.

Visit Estonia hat dieses Jahr einige Sozialexperimente in europäischen Großstädten durchgeführt. Dabei ging es darum, die auf wissenschaftlichen Forschungsdaten basierende Idee zu verbreiten, dass ein Aufenthalt in freier Natur den Stresspegel senkt. Dazu muss man nicht unbedingt alleine irgendwo im Wald hocken, es reicht schon ein grüner, angenehmer Platz in einem städtischen Park (obwohl: ein üppiger estnischer Wald wäre natürlich schöner).

Der „Stress Buster“
Gehetzt, gestresst, am Limit? Die Techniker Krankenkasse hat unlängst eine Studie veröffentlicht, wonach 61 Prozent der Menschen sich „häufig“ oder „manchmal“ gestresst fühlt. Die Falten auf der Stirn verraten ihn: den Dauergestressten. „Der hier!“, ruft der „Stress Buster“, hechtet aus dem Grün hervor, steuert auf einen Mann im Anzug zu und legt seinen Arm um dessen Schultern. „Relax!“, sagt der „Stress Buster“ freundlich. Er trägt Bart, ein Holzfällerhemd und ein Lächeln im Gesicht. Ihn hat Visit Estonia für die neue Kampagne und das passende Video aus Estland importiert. Und die Natur gleich mit. Meterhohe Bäume im Topf, eine Fotoleinwand mit einem lichtdurchfluteten Waldweg, Naturgeräusche aus der Soundbox: das Rauschen der Blätter im Wind, estnischer Vogelgesang, das Klopfen eines Spechtes. Pure Natur gegen puren Stress.

Das Experiment
Unterstützt vom Psychologen Dr. André Weinrich von der Berliner Humboldt-Universität und der Gesichtserkennungs-Software „Shore“, die das renommierte Fraunhofer-Institut entwickelte, sucht sich der „Stress Buster“ besonders gestresst und verspannt wirkende Passanten aus dem Strom der Hetzenden. Sie dürfen ein paar erholsame Minuten in der estnischen Natur genießen.
Der Mann im Anzug steht im estnischen Pop-up-Wald mitten in der Fußgängerzone. Was wird er tun? Die Soundbox läuft. Er schließt die Augen. Sanft platschen Wellen ans Ufer, Steine knirschen unter Füßen, Vögel zwitschern. Er atmet tief ein. Sein Gesicht entspannt sich. Er lächelt. „Du hast gewonnen!“, umarmt der „Stress Buster“ den Frischentspannten. Sie umarmen sich. Und es kommt noch besser! Um den Zustand der Entspannung festzuhalten, fliegt er und all die anderen Probanden des estnischen Pop-up-Experiments nach Estland – in die richtige Natur: um Ruhe zu finden, abzuschalten, aufzutanken.

Hier noch ein Video zum Experiment:

(Visit Estonia)