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Ausgefallen und exotisch: Te Reo Māori ist definitiv etwas für Individualisten. Lange Zeit vernachlässigt, beherrschen nur noch wenige Neuseeländer die Sprache mit den rollenden, gurgelnden Lauten. Doch trotzdem – oder gerade deshalb – liegt Te Reo Māori derzeit im Trend und die Kultur der Ureinwohner Neuseelands ist präsenter als je zuvor. Nicht zuletzt dank des Einsatzes von Premierministerin Jacinda Ardern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Land zu seinen Wurzeln zurück zu führen.

Allem voran steht die Māori Language Week, bei der sich auch dieses Jahr – vom 10. bis 16. September 2018 – alles rund um die vergessene Sprache dreht. So werden Neuseeländer dazu ermutigt, Te Reo in den Alltag einzubauen, sei es beim Kia Ora (Gruß) oder dem Bestellen des morgendlichen Kawhe (Kaffee). Parallel finden die Māori Music Awards, Workshops, Lesungen und Konzerte statt – ein kulturelles Potpourri, das mitreißt.

Te Reo Māori ist heute allgegenwärtig: Viele Straßen und Gebäude sind auf zwei Sprachen ausgeschildert; Städte, Berge und Flüsse tragen indigene Namen und die traditionelle Māori-Küche wird in den angesagtesten Fusion-Restaurants des Landes serviert. Verbundenheit zu seinen Mitmenschen (Whanaungatanga), Verbundenheit zur Natur (Kaitiakitanga) und bedingungslose Gastfreundschaft (Manaakitanga) sind die drei Säulen der traditionellen Kultur Neuseelands – offen, ehrlich und großmütig. Beispielhaft dafür steht der warme Gruß Kia Ora: Mit den zwei kleinen Worten grüßt man nicht nur den Gegenüber, sondern zollt ihm und seinen Ahnen Respekt, zeigt Dankbarkeit für die Begegnung und äußert Zuneigung und Verbundenheit.

Auf den Geschmack gekommen?
In Neuseeland nimmt jeder, der kann, an einem der kostenlosen Te Reo Kurse teil, die wie die Pilze aus dem Boden sprießen. Angefangen von Schulkursen, bis hin zum Fish and Chips Restaurant „Fush“ in Christchurch, das letztes Jahr nach dem Angebot eines Te Reo Kurses von 600 Menschen überrannt wurde. Die neuseeländische Massey University bietet nun mit Toro Mai Online-Kurse an. Bislang gab es mehr als 9.000 Anmeldungen aus 57 Ländern – alleine 16 davon aus Deutschland (http://www.massey.ac.nz/massey/international/where-can-i-study/study-online/toromai/toromai_home.cfm)