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Portugal

Die Felsküste an der Algarve

Felsküste und feine Sandstrände prägen das Bild der Algarve. Bild: Jose Manuel

Portugal, das westlichste Land des europäischen Festlandes liegt gemeinsam mit Spanien auf der Iberischen Halbinsel. Obwohl mit einer Gesamtfläche von 92. 345 Quadratkilometern kaum größer als Österreich vereint der Staat mit seinen rund 10 Millionen Einwohnern ein erstaunlich breites Spektrum verschiedenster Landschafts- und Naturräume, zumal  auch die Archipele der Azoren und Madeiras der portugiesischen Flagge angehören.

Als einer der ältesten Staaten Europas, gegründet im 11. Jahrhundert, waren die Portugiesen stets ein traditionelle Seefahrernation, deren Leben maßgeblich vom Atlantik geprägt wurde. Von zwei Seiten, auf einer Gesamtlänge von 832 Kilometern umfasst der Ozean das Land, formte unterschiedliche Küstenlandschaften und ist für das ganzjährig milde Klima verantwortlich. Die geographische Lage am Weltmeer machte Portugal auch für die unterschiedlichen Kulturen, die es im Laufe seiner Geschichte besiedelten interessant. Nach einer Epoche der römischen Herrschaft, die bei den keltisch-iberischen Einwohnern auf heftigen Widerstand stieß, wurde der Süden des Landes zu Beginn des 8. Jahrhunderts von den Mauren erobert, die aus dem benachbarten Kalifat al-Andalus (Andalusien) nach Portugal vorstießen. Sie hinterließen zahlreiche Spuren ihrer Kultur, die sich auch heute noch in den Baudenkmälern und Ortsnamen der Algarve wieder finden. Im 13. Jahrhundert begann Portugals Aufstieg zur Weltmacht. Die strategisch gute Ausgangslage sorgte dafür, dass portugiesische Schiffe als erstes den Seeweg nach Indien, Brasilien, China und Japan fanden. Zahlreiche Kolonien wurden auf anderen Kontinenten gegründet und teilweise erst im 20. Jahrhundert in die Unabhängigkeit entlassen.

Alentejo - typisch portugiesische Landschaft

Typisch portugiesisch: das Alentejo Bild: Antonio Sacchetti

Touristisch lässt sich Portugal in sieben Regionen einteilen; diese sind von Norden nach Süden: Porto e Norte, Centro (auch bekannt als Beiras), Lisboa, Alentejo, Algarve sowie die Inseln Madeiras und der Azoren. Die Algarve gehört dabei aus deutscher Sicht zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen. Im Süden des Landes ist sie ein Ganzjahresziel, das mit kilometerlangen Sandstränden und felsigen Steilküsten, zwischen die sich kleine Buchten schmiegen aufwarten kann. Die klimatischen Einflüsse des Atlantiks sorgen dafür, dass hier bereits im Januar die Mandelblüte einsetzt und man schon im Februar Orangen und Zitronen von den Bäumen pflücken kann. Insgesamt scheint in der Algarve, die besonders in der Vor- und Nachsaison ein Paradies für Aktivurlauber (Golf, Reiten, Wandern) ist, die Sonne länger als im „Sunshine-State“ Kalifornien.

Ein ebenfalls sehr bekanntes touristisches Ziel ist die „Blumeninsel“ Madeira, die etwa 1000 Kilometer südwestlich von Lissabon im Atlantischen Ozean liegt. Selbst im Winter sinken die Temperaturen der Vulkaninsel, deren unvergleichliche Landschaft von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde, nicht unter 16 Grad Celsius. Mit ihren tiefen Schluchten, Wasserfällen, exotischen Blumen und Pflanzen lockt sie jedes Jahr viele Wanderer und Mountainbiker an, die entlang der „Levadas“, künstlicher Wasserwege, die Naturschönheiten der Insel entdecken.

Ein jeder Mann sind die Azoren aufgrund des Hochdruckgebiets, das sich regelmäßig über dem Archipel bildet, bekannt. Die neun Inseln, jede eine eigene Welt für sich, schlagen mit ihrem saftigen Grün, ihren Kraterseen und ihrer Blumenpracht nicht nur Naturliebhaber in Bann. Aufgrund der isolierten Lage konnten sich auf den Azoren viele Traditionen erhalten, die sich vor allen Dingen im ursprünglichen Kunsthandwerk niederschlagen. Zudem ist der Archipel ein guter Standort für eine rücksichtvolle Wal- und Delfinbeobachtung.Das portugiesische Mutterland hat natürlich noch vielmehr zu bieten als die zweifelsohne beeindruckende Küstenlandschaft der Algarve. Lissabon, Hauptstadt Portugals, empfängt den Besucher mit Weltoffenheit und mediterraner Vitalität. Obwohl 1755 durch ein verheerendes Erdbeben mit anschließender Flutwelle fast vollständig zerstört, beheimatet es in seiner Altstadt eine große Anzahl historischer Bauwerke, die ihm 1994 den Titel der „Europäischen Kulturhauptstadt“ einbrachten. In der Region rund um die Metropole laden zahlreiche Naturparks, Stauseen und Strände mit goldgelbem Sand zur Erholung ein. Nördlich an die Provinz Lissabon grenzt das Gebiet des Centro mit Coimbra, drittgrößte Stadt Portugals, als wirtschaftlichem und kulturellem Zentrum und ältester Universitätsstadt des Landes. Während an der Küste rund 70 Kilometer Dünenstrand mit Pinienwäldern vorherrschen, besticht das Hinterland durch seine Berge, darunter der höchste Gipfel des portugiesischen Zentrums in der Serra da Estrela.

Eine Region, die sich seit jüngstem steigender Beliebtheit erfreut ist das Alentejo. Das stark landwirtschaftlich geprägte Hinterland mit seinen sanften Hügeln und der 200 Kilometer langen wilden, urtümlichen Küste (weiße Sandstrände unter Schieferfelsen) entdecken viele Besucher im Rahmen einer Rundreise. Eine Station, die dabei nicht fehlen darf ist die Provinzhauptstadt Evora, deren Baudenkmälern zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

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