Negombo
Negombo ist nicht nur einer der bekanntesten Urlaubsorte auf Sri Lanka, er ist auch einer der schönsten der Insel. Ihren Reiz gewinnt die Stadt nördlich von Colombo durch ihre Lage am Ende einer großen Lagune und ihre einladenden weiten Strandbuchten. Mit 123 000 Einwohnern ist sie zugleich die fünftgrößte der Insel. Seinen Aufstieg verdankt Negombo dem Handel, der zunächst von den Arabern und später von den Portugiesen mit Zimt fortgesetzt wurde. Der im 17. Jahrhundert durch die Holländer gebaute Kanal nach Colombo und Puttalam tat sein übriges, den Wohlstand der kleinen Metropole zu sichern.
Negombo verbindet alle Annehmlichkeiten eines Badeortes mit den kulturellen Angeboten einer Stadt. Malerisch ist der historische Kern mit seinen engen Gassen, in dem auf dem großen Obst- und Gemüsemarkt aber auch in der lokalen Fischauktionshalle lebhaft gehandelt wird. Da die Stadt lange Zeit im Fokus jesuitischer Missionarstätigkeit lag, findet man in Negombo besonders viele katholische Kirchen, deren ornamentreiche Fassaden zu bezaubern wissen.
Nicht versäumen sollte man eine Fahrt mit einem traditionellen Padda-Boot auf dem bereits oben erwähnten, von den Holländern angelegten Kanal, auf dem heute noch ein reger Schiffsverkehr mit Lebensmitteln und anderen Gütern herrscht. Einen Abstecher wert ist auch das kleine Walsinghe-Harischandra-Museum, das dem Nationalhelden gewidmet ist, der in der Kolonialzeit die Rückbesinnung der Bevölkerung auf die eigene kulturelle Identität förderte.
Etwa zwei Kilometer außerhalb Negombos befindet sich mit dem Botanischen Garten von Gampaha, dem Henerathgoda Botanical Garden, eine hübsche grüne Oase. Was einst als Experimentierfeld für Pflanzen angelegt wurde, ist heute ein 14 Hektar großer Park mit rund 1500 tropischen Pflanzen.