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Seit dem 1. Juli 2019 gilt in Schweden ein neues Gesetz, das das Rauchen auf den meisten öffentlichen Plätzen verbietet. Sowohl die Außenbereiche von Cafés und Restaurants als auch Spiel- und Sportplätze, Bushaltestellen und Bahnsteige sind nun rauchfreie Zonen. Das Verbot umfasst außerdem die Eingangsbereiche aller öffentlichen Einrichtungen, womit Zigaretten vor Geschäften, Einkaufszentren, Lokalen und Krankenhäusern tabu sind. Es sind übrigens nicht nur Zigaretten verboten, sondern alle Formen des Rauchens, also auch Wasserpfeifen, Zigarren, E-Zigaretten und andere „Genussmittel, die rauchähnlich konsumiert werden, aber keinen Tabak enthalten“. Das neue Gesetz ist ein weiterer Schritt in Richtung des rauchfreien Schwedens, das die Regierung bis 2025 anstrebt. Die Maßnahme mag streng erscheinen, doch der Erfolg der bisherigen schwedischen Rauchpolitik ist messbar: Schweden hat weniger Raucher als jedes andere EU-Land. Während in Deutschland jeder Vierte qualmt und die Quote in Österreich bei 28 Prozent liegt, zünden sich nur neun Prozent der Schweden täglich eine Zigarette an. Das neue Gesetz soll, wie auch seine Vorgänger, Nichtraucher vor Passivrauchen schützen. Deswegen ist der rauchfreie Lutschtabak namens Snus, den sich etwa ein Zehntel der Schweden regelmäßig unter die Oberlippe schieben, nicht von dem Verbot betroffen. Wer sich dem Verbot widersetzt und im Biergarten weiterhin raucht, muss zwar nicht unbedingt mit Handschellen rechnen, wohl aber mit bösen Blicken und einer Verwarnung vom Wirt. (FVA Schweden)