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Frankreich

Eifelturm bei Nacht

Das Wahrzeichen Frankreichs: der Eifelturm. Bild: MDLF/Fabian Charafti

Bereits wenige Kilometer hinter der Grenze merkt man, dass es da ist, dieses „savoir vivre“, das französische Lebensgefühl. Und obwohl unser westlicher Nachbarstaat – trotz zentralistischem Verwaltungsapparat – alles andere als ein homogenes Land ist, spürt man doch in all seinen Provinzen sofort: man ist in Frankreich. Ein kleines Dorf in den Pyrenäen -Frankreich, ein plamengesäumter Strand an der Côte d‘ Azur -Frankreich, ein gemütliche Crêperie in der Bretagne, ein Boulevard an der Seine, eine sonnenbeschienene Skipiste….die Auflistung ließe sich unendlich fortsetzen und fast scheint es leichter all das zu nennen, was man in Frankreich nicht findet, als das, auf was man treffen wird, wenn man im „Hexagone“ Urlaub macht.

Mit 543.965 Quadratkilometern ist Frankreich der zweitgrößte Staat, dessen Fläche komplett in Europa liegt. Aufgrund seiner prägnanten Form, die im Westen vom Atlantik und im Süden vom Mittelmeer begrenzt wird, wird er von seinen Bewohnern auch „Hexagone“, Sechseck, genannt. Wie bereits erwähnt wird Frankreich zentralistisch von seiner Landeshauptstadt Paris verwaltet, teilt sich jedoch zusätzlich in 26 Regionen, von denen die touristisch interessantesten hier beschrieben werden sollen. Zusätzlich gehören dem Staat noch mehrere Gebiete in Übersee an, unter anderem La Reunion, Guadeloupe und Französisch Polynesien.

Kein Land der Welt zieht mehr Besucher an, als Frankreich und die meisten von ihnen kommen nach Paris. Die „Stadt der Liebe“ ist für viele Reisende ein Traumziel und Inbegriff der Romantik. Der Eifelturm, die Kathedrale Notre Dame, das Künstlerviertel Montmartre und der Louvre mit dem Portrait der Mona Lisa gehören zu den begehrtesten Besichtigungszielen dieser mondänen Metropole, die vor Sehenswürdigkeiten geradezu strotzt. Nicht zu vergessen ist auch das prächtige Versailles, Residenz des Sonnenkönigs Ludwig XIV. vor den Toren der Stadt.

Strand in der Bretagne

Sand und Felsen am Atlantik. Bild: MDLF/Nicole Lejeune

Doch auch dem restlichen Norden Frankreichs mangelt es gewiss nicht an Attraktivität. Die Bretagne im Nordwesten des Landes zählt ebenfalls zu den beliebtesten französischen Reisezielen. Die Mischung aus prähistorischer Megalithenkultur, mittelalterlichen Stadtensembles und sonnenverwöhnter Atlantikküste, im Süden golden-sandig, im Norden steil und wellenumtost, hat es den Reisenden angetan. An der Grenze zur benachbarten Normandie steht zudem eines der bekanntesten Fotomotive Frankreichs: der vom Meer umschlossene Klosterberg Mont St-Michel. Typisch für Bretagne und Normandie sind die kleinen, gedrungenen Steinhäuser, die Wind und Wetter strotzen und natürliche die landestypischen Delikatessen Crêpes und Cidre.

Unterhalb der Bretagne liegt das Land der Loire. Durchzogen von tausend kleinen Kanälen und Flüssen ist es auch das Land der Schlösser und Burgen, die mächtig längs der Wasserstraßen thronen und natürlich auch das Land des Weines. Trauben spielen auch in der Champagne im östlichen Nordfrankreich eine große Rolle. Hier werden die besten Champagner der Welt gekeltert. Führungen durch die Kellerein berühmter Marken, wie Pommery oder Ruinart bringen Licht in das prickelnde Geheimnis der edlen Tropfen. Direkt an Deutschland grenzt das Elsass, ein weiteres Departement Frankreichs. Die Grenzen dieser Region wurden in den letzten Jahrhunderten dutzende Male verschoben, weshalb man gerade hier sehr traditionsbewusst ist. Die idyllische Fachwerkromantik Colmars gehört genauso zum Elsass, wie die kosmopolitische Europa-Stadt Straßburg und natürlich die lokalen Spezialitäten Flamküchle und Federweißer.

Mittelalterliche Stadt im Burgund

Mittelalterliche Städte im Burgund. Bild: MDLF/ Alain Doire

Die Provinz Centre bildet das Herz Frankreichs. Mit ihren endlos-weiten Feldern ist sie zugleich die Kornkammer des Landes. Auf den ersten Blick scheint das Centre keine typische Urlaubsregion zu sein, lägen hier nicht einige beeindruckende Meisterwerke französischer Baukunst, wie die gotischen Kathedralen von Chartres und Bourges und die parkgesäumten Schlösser von Amboise, Chambord und Chenocenau. Kunstliebhaber und Genießer hoher Gaumenfreuden zieht das benachbarte Burgund (franz. Bourgogne) an. Von den Reformklöstern Cluny und Cîteau ging seinerzeit eine Bewegung aus, die nicht nur die katholische Kirche umgestaltete, sondern auch neue Impulse in Kunst und Architektur setzte, die sich in den über 350 romanischen Kirchen und Abteien des Burgunds widerspiegeln. Kulinarische Akzente setzten der weltbekannte Burgunderwein, der schmackhafte Likör Cassis und nicht zu letzt der beliebte Dijon-Senf.

Ein Paradies für Naturliebhaber hingegen ist die Auvergne mit ihrer vulkanisch geprägten Landschaft aus grünen Vulkankegeln und wilden Schluchten. Hier lebt man in und mit der Natur, was touristische und sportliche Angebote, wie Ferien auf dem Bauernhof, wandern, Gleitschirm fliegen, Mountainbike oder Kajak fahren beweisen. Westlich der Auvergne schließt sich die Region Rhône-Alpes an, das Wintersportparadies Frankreichs rund um den Mont Blanc, der mit 4.808 Metern der höchste Berg Frankreichs ist. Berühmte Skigebiete mit unzähligen Pistenkilometern sind Val Thorens, Les Arcs oder La Plagne.

Kilometerlange Sandstrände bilden das Kernstück der Atlantikküste Westfrankreichs. Auf den hohen Dünenkämen – die Düne von Pilat bei Arcachon ist die höchste Europas – stehen lichte Kiefernwälder und aus den kleinen Fischerdörfern sind beliebte Bade- und Kurorte geworden. Bettenburgen sucht man hier vergebens, dafür gibt es eine Vielzahl von Campingplätzen und Ferienhäusern. Im Hinterland Aquitaniens rund um die regionale Hauptstadt Bordeaux gedeihen die Trauben für den gleichnamigen beliebten Rotwein.

Küste an der Côte d' Azur

Mittelmeer pur -die Côte d‘ Azur. Bild: MDLF/Jean Malburet

Ebenfalls zum Badeurlaub laden im Sommer die Regionen um das französische Mittelmeer und besonders die Côte d‘ Azur gehört zweifelsohne zu den beliebtesten Urlaubsgebieten des Landes. Felsige Steilküsten wechseln sich mit sandigen oder kieseligen Stränden ab, mondäne Küstenorte, wie Nizza, Cannes oder Saint Tropez strahlen Glanz und Glamour aus und sind Treffpunkt des internationalen Jet-Sets. Nur wenige Kilometer im Landesinneren bietet sich hingegen ein ganz anderes Bild: das einmalige Licht der Provence streift über weite Lavendelfelder, die mächtigen Burgtürme von Carcasonne ragen in den Himmel und die römischen Ruinen von Nimes erzählen von der reichen Vergangenheit des Landes. Der Süden Frankreich ist sonnenverwöhnt, davon zeugen auch die Flamingoschwärme der Carmargue, einer einzigartigen Schwemmlandschaft im Rhônedelta, auf deren salzigen Wiesen weiße Pferde und halbwilde Stiere weiden. Spricht man vom mediterranen Frankreich, so darf man auch Korsika nicht vergessen. Die Insel liegt vor der Küste Italiens im Mittelmeer und ist für ihre kontrastreiche Farbenwelt bekannt. Ihre isolierte Lage bedingte, dass sich hier seit jahrhunderten eine ganz eigenständige Kultur entwickeln konnte.

Eine natürliche Grenze zu Spanien bilden die hohen Berggipfel der Pyrenäen im Südwesten. Kaum eine Gebirgslandschaft Europas ist wilder und ursprünglicher als dieses und fast wundert es, dass ihre grünen Täler schon seit römischer Zeit besiedelt sind. So findet man neben unberührter Natur und zahlreichen Wanderwegen auch blühende kleine Gebirgsstädte, historische Sehenswürdigkeiten und Skizentren.

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Urlaub in Frankreich

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