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Hagar Qim

Kultstätte Hagar Qim

Hagar Qim ist eine Kultstätte aus der Megalithenzeit. Bild: FVA Malta

Hagar Qim, einer der fünf großen maltesischen Tempelkomplexe, liegt in einer einsamen Felslandschaft an der südöstlichen Steilküste Maltas. Wie die benachbarten Sakralbauten von Mnajdra stammen auch die Tempel von Hagar Qim aus dem Neolithikum und wurden in der Zeitspanne zwischen 3600 und 2500 v. Chr. erbaut. Vermutlich wurde hier dem Kult der „Magna Mater“ (Großen Mutter) gehuldigt.

Am besten erhalten und zugleich aufgrund seiner „Bienenwabigen“ Struktur herausragend ist der Südtempel, der sich seinerseits in sechs nierenförmige Räume unterteilt. Anders als bei vergleichbaren bauten dieser Zeit wurden die einzelnen Abschnitte nicht staffelartig hintereinander gebaut, sondern schmiegen sich um einen zentralen Hauptkorridor. Die verschiedenen Räume stammen zudem aus unterschiedlichen Zeiten, so dass beweisbar ist, dass der Tempelkomplex über mehrere Jahre erweitert wurde.

Im inneren der Tempelräume fanden Archäologen, deren Greabungen ab 1839 begannen mehrere Altäre, Orakelnischen und Statuen, darunter auch die berühmte „Venus“ von Malta. Dem Besucher wird die, für diese frühe Zeit kunstvolle Ausschmückung des Tempels bewusst, in dem architektonische Elemente, wie Säulen, falsche Gewölbe, Reliefs und imposante Monolithen eingesetzt wurden.

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