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Allgemeine Infos zur Algarve

Strand an der Algarve

Rote Felsen, weißer Sand: die Strände der Algarve sind einmalig. Bild: Jose Manuel

Die Algarve, Portugals südlichste Küste, ist für zahlreiche Gäste – besonders auch aus Deutschland – längst zum Inbegriff des unbeschwerten Strand- und Badeurlaubs geworden. Kein Wunder: Selbst im Hochsommer, wenn das Thermometer schon mal über 30 Grad steigen lässt, lässt der kühlende Wind vom Atlantik die Temperaturen angenehm erscheinen und es findet sich für jeden ein geruhsames Plätzchen am Strand. Für Wiederholungstäter ein schier unerschöpfliches Hobby: das sammeln von Stränden, denn die unzähligen großen und kleinen Buchten, die von bizarren, leuchtend roten Felsen begrenzt werden, laden mit ihrem feinen, goldgelben Sand  und dem glasklaren türkisfarbenem Wasser geradezu zu Entdeckungsfahrten ein.

Doch auch im Winter erfreut sich die Algarve steigender Beliebtheit – und dies nicht nur bei den Golfern, die hier optimale Bedingungen auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Plätzen vorfinden. Dank des milden Klimas – die Temperaturen liegen durchschnittlich zwischen 15 und 20 Grad – kann man sich im Februar die Zitronen und Orangen direkt vom Baum pflücken und bereits Ende Januar überzieht die Region ein weißes Blütenmeer der Mandelbäume.

In der Hafenstadt Portimao geht es noch beschaulich zu

Die Hafenstadt Portimao. Bild: Jose Manuel

Al Gharb der Westen. So nannten die Mauren einst die westlichste Provinz ihres Reiches, die sie rund 500 Jahre lang durch die Regentschaft entscheidend prägen sollten. Noch heute finden sich in Architektur und Sprache an der Algarve nachhaltige Spuren des maurischen Einflusses. So deuten die vielen Ortsnamen der Region, die mit „al“ beginnen auf den arabischen Ursprung hin. Beeindruckendes architektonisches Beispiel: Silves, das stille Städtchen etwa 20 Kilometer nördlich der lebhaften Hafenstadt Portimao, träumt in seinen verwinkelten, steilen Gassen noch immer von seiner großen Vergangenheit. Denn damals war es bedeutender als Lissabon – die Mauren hatten es im 12. Jahrhundert zum wichtigsten kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Zentrum ausgebaut. Stolz zeugt die dominante Burg aus rotem Sandstein, die über Silves thront, von der einstigen Macht der kleinen Stadt am Rio Arade.

Wer an die Algarve reist, landet in der Regel mit dem Flugzeug in Faro, der Hauptstadt der Region. Doch für die meisten bleibt von diesem Ort mit seinen rund 30 000 Einwohnern nur das vorgelagerte Naturschutzgebiet Ria Formosa in Erinnerung – eine einzigartige Hafflandschaft, die sich beim Landeanflug auf dem stark frequentierten Touristen-Flughafen in ihrer ganzen Pracht ausbreitet. Danach strömen die meisten Urlauber rasch in die Urlaubszentren nach Albufeira, Praia da Rocha und Vilamoura und lassen die verkannte Stadt einfach links liegen. Dabei offenbart Faro seinen unwiderstehlichen Charme beim Bummel durch die Einkaufsstraßen mit den typischen Cafés und beim Spaziergang durch die historische Altstadt, in der auf dem Eingangstor Arco da Vila noch Störche nisten und der mühselige Aufstieg zum Glockenturm der Kathedrale Sé mit einem fantastischem Rundblick auf das Zentrum mit seinem idyllischen Yachthafen belohnt wird. Von hier aus empfiehlt sich auch ein Abstecher zum Palast von Estói – einem verwunschenen Märchenschloss aus dem 18. Jahrhundert, an dem zwar der Zahn der Zeit kräftig genagt hat, aber die Schönheit der Azulejos, der für Portugal so typischen Kachelbilder, nichts von ihrem Zauber eingebüßt hat.

Faro teilt die rund 150 Kilometer lange und etwa 40 Kilometer breite Algarve quasi auch geographisch in zwei unterschiedliche Küstenabschnitte: die Fels- und die Sandalgarve. Nach Westen zieht sich bis Cabo São Vincente der Barlevento mit den unvergleichlichen steilen Felsformationen, die von unzähligen Badebuchten unterbrochen werden. Nach Osten zur spanischen Grenze Rio Guadiana öffnet sich der Sotavento zu endlos langen Sandstränden mit vorgelagerten Lagunen. Hier ist der Tourismus noch nicht stark verbreitet, so dass sich Tavira seinen Ruf als Klein-Venedig der Atlantikküste bewahren konnte.

Die Serra de Monchique

Die Serra de Monchique. Bild: Gaby Schulemann

Wer sich von seinem Badehandtuch am Strand oder am Hotelpool loseisen kann, wird zu einer Erkundungstour ins hügelige Hinterland aufbrechen. In die Serra de Monchique beispielsweise. Sanft schlängelt sich die Straße von der quirligen Einkaufsstadt Portimão vorbei an Korkeichen und duftenden Eukalyptus-Wäldern hinauf nach Caldas de Monchique, einem verschlafenen Kurort mit sprudelnder Heilquelle gegen Rheuma und Magenleiden. Weiter führt der Weg zur höchsten Erhebung der Monchique- Berge, dem Foia mit 902 Metern Höhe. Wenn die Sicht klar ist, wird die Auffahrt durch einen fantastischen Blick über die Küste belohnt. Aber auch sonst warten Überraschungen in den kleinen Kneipen und Restaurants links und rechts der Straße. Kenner, die die unverfälschte, ursprüngliche Küche schätzen, werden den luftgetrockneten Schinken mit selbstgebackenem Bauernbrot, das pikant gewürzte, gegrillte Piri-Piri-Hähnchen und zum Nachtisch das handgemachte Marzipan zu einer Bica, dem portugiesischen Espresso, vollmundig genießen.

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Urlaubsorte an der Felsalgarve
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