Faro

Platz Largo da Se in Faro

Der Lago da Sé, der zentrale Platz der hübschen Altstadt von Faro, mit Kathedrale Sé. Bild: Rui Morais de Sousa

Faro ist das Einfallstor zu Algarve: alle Besucher, die der Region im Süden portuglas einen Besuch abstatten, landen auf dem internationalen Flughafen der Metropole. Von dort aus geht es direkt zu den Urlaubsquartieren in den Badeorten. Nur die wenigsten statten während ihrer Reise der Hauptstadt der Algarve einen Besuch ab und das obwohl es mehr als lohnenswert ist.

Faro ist seit dem 18. Jahrhundert die Kapitale der Algarve. Zuvor hatten bereits Westgoten und Araber den als phönizische Handelsniederlassung gegründeten Ort besiedelt. Der Aufschwung der, von vorgelagerten Lagunen geschützten Stadt begann nach der portugiesischen Rückeroberung mit der Verlegung des Bischofsitzes von Silves nach Faro im Jahre 1577. Einen Dämpfer erhielt die aufstrebende Metropole durch das große Erdbeben von 1755, das nahezu die komplette Bausubstanz zerstörte.

Trotzdem gibt es in Faro viel Historisches zu entdecken. Die Hauptstadt der Algrave ist jedoch weit mehr als ein großes Freiluftmuseum, sie ist lebendiger Universitäts- und Industriestandort mit einem bedeutenden Hafen, verfügt über eine große Auswahl an Geschäften und Einkehrmöglichkeiten, die auch von den Portugiesen frequentiert werden und lädt auf den pulsierenden Straßen ihres historischen Zentrums zu Museumsbesuchen und Stadtbummeln ein.

Vieles spielt sich rund um die zentrale Praça  de Dom Francisco Gomes ab. Hier grenzen die Marina und der Stadtpark Jardim Maunual Bivar, ein Ort der Ruhe im Trubel Faros, das Maritime Museum sowie die Altstadt an. Eingang in letztere gewährt ein im 13. Jahrhundert errichtetes, imposantes Stadttor, der sogenannte Arco da Vila, mit Uhr und Glocke. Durchschreitet man den hübschen Bau, gelangt man von der Hektik des modernen Faros in eine andere Welt aus vergangenen Zeiten. In den engen Gassen haben zahlreiche Kunst- und Antiquitätenhändler ihre individuellen Geschäfte eingerichtet. Kleine Cafés und urige Restaurants laden zum Verweilen ein und auf den Resten der Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert nisten im Frühjahr die Störche.

Wichtigster Platz der Altstadt ist der Lago da Sé, eine großzügig angelegte und von Orangenbäumen eingesäumte Praça, an deren Ostseite die Kathedrale Sé als auffälligster Bau aufragt. Im bedeutendsten Gotteshaus Faros vereinigen sich die Stile verschiedener Epochen: Elemente aus Gotik, Barock und Renaissance verbinden sich zu einem ungewöhnlichen, massiven Äußeren. Markant ist der aus Sandstein errichtete Glockenturm, der sich von dem weißgetünchten Rest des Sakralbaus deutlich abhebt. Die gegenüberliegende Seite des Lago da Sé wird vom Bischofspalast, dem Pa,co Espiscopal flankiert, der an die Bedeutung Faros als Bischofssitz erinnert.

Östlich der Kathedrale, an der kleineren Praça Alfonso III. befindet sich das archäologische Museum (Museu Arqueológico e lapidar Infante Dom Henrique), das im ehemaligen Klarissenkloster aus dem 16. Jahrhundert untergebracht wurde  und Fundstücke aus der römischen Zeit Faros präsentiert.

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