Montjuïc

Steil fällt der 213 Meter hohe Montjuïc an der Südseite Barcelonas. An dem Hügel, mit teilweise dunkler Vergangenheit, finden sich heute eine Vielzahl der größten Attraktionen der katalanischen Metropole an einem Ort versammelt, aber auch Restaurants, Clubs und Theater und nicht zu vergessen die schönsten Gärten der Stadt sind auf seinem Areal versammelt.

Einen besonders schönen Ausblick auf den Montjuïc genießt man, wenn man mit der Hafenseilbahn (Transbordador Aeri) anreist. Den Gipfel des Stadtberges nimmt das Castell de Montjuïc ein, von dessen Bastionen der gesamte Hafen verteidigt werden konnte und das entsprechende Fernblicke über Meer und Metropole ermöglicht. Die Zitadelle ist die Heimstätte des Museu Militär (Militärmuseum), in dem allerlei Kriegsgerät, Karten und Dioramen von historischen Schlachtschauplätzen ausgestellt werden. In den dunklen Zeiten des Bürgerkriegs und unter dem Regime Francos wurden in der Feste auch unliebsame politische Gegner interniert und hingerichtet.

Zahlreiche Gebäude auf dem Montjuïc rühren aus der Zeit der Weltausstellung 1929, darunter das Poble Espanyol und das Estadí Olimpic, auf die an anderer Stelle ausführlich eingegangen wird. Bedeutende Museen sind das Museu Nacional d’Art Catalunya, das archäologische Museum sowie die Fundació Miró.

Lärm und Hektik der Großstadt entflieht man in den Gärten des Montjuïc. Neben dem Botanischen Garten sind vor allen Dingen die Jardins de Mossèn Costa i Llobera einen Besuch wert. Die Gärten, die nach einem Dichterkollegen Verdaguers benannt sind, liegen auf der steilen, dem Meer zugewandten Seite des Montjuïc und warten mit einer sehr artenreichen Vegetation an Wasser speichernden Pflanzen und Kakteen auf.

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