Palau de la Música Catalana

Palau de la Música Catalana

Der Musikpalast von Domènches gilt als Meisterwerk des Modernisme. Bild: Tourspain

Als ein Paradebeispiel des Modernisme gilt der vom katalanischen Architekten Lluís Domènech i Montaner entworfene Palau de la Música Catalana an der Carrer Sant Pere mès. Der Konzertsaal, der vor allen Dingen durch seine reichhaltige Innendekoration besticht, fasst rund 1700 Besucher. Rund drei Jahre, von 1905 bis 1908, wurde an dem, von Industriellen und Musikliebhabern finanzierten Bau gearbeitet. Bereits die Fassade spiegelt mit seiner Mischung aus bildhauerischen Elementen und Einflüssen barocker Architektur die Originalität Domènches wider.

Da der Konzertsaal des Palastes für katalanische Musik ursprünglich für die Auftritte des Chores Orfeó Català gedacht war, musste für die jüngere Nutzung für Pop- und Rockkonzerte nachträglich an der Akustik des Saals gearbeitet werden, so wurde unter anderem die original Holzbestuhlung durch moderne, schallschluckende Konzertsitze ersetzt. Erhalten blieb jedoch die riesige, monumentale Orgel, die oberhalb der Bühne thront.

Nach dem der Palau de la Música Catalana bereits 1971 zum nationalen Monument erklärt wurde, setzte ihn die UNESCO 26 Jahre später zudem auf die Liste des Weltkulturerbes.

Besichtigt werden kann der Palast nach Voranmeldung oder, natürlich, im Rahmen eines Konzertes (www.palaumusica.org).

Barcelona: Sehenswürdigkeiten im Überblick