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Allgemeine Infos zu Andalusien

Alhambra vor schneebedeckten Bergen

Die Alhambra in Granada: ein Meisterwerk maurischer Baukunst. Bild: Junta de Andalucia

Andalusien, das Land des Flamencos, geschichtsträchtiger Brennpunkt von Okzident und Orient, wo die Sonne an 300 Tagen im Jahr scheint. Kaum eine andere Region in Spanien weckt so viel Sehnsüchte, glänzt mit einer gelungenen Mischung aus wundervollen Stränden und hochkarätigen Kulturschätzen und erfüllt nahezu jeden Wunsch an Freizeitaktivitäten.

Al-Andaluz – „der Garten“ – nannten die Araber den heute südlichsten Verwaltungsbezirk Spaniens, als sie im achten Jahrhundert die Meerenge überquerten und in Andalusien ein mächtiges und blühendes Reich installierten, dass erst durch die Reconquista  (Rückeroberung) im Jahre 1492 wieder an die spanische Krone fiel.  In der Tat ist die Landschaft der Provinz vielfältig. Neben dem malerischen Küstenstreifen, der sich entlang des Mittelmeers bis zum Atlantischen Ozean zieht, gibt es eine fruchtbare Zentralebene, die schneebedeckten Gipfel der Gebirgsketten und mit der Sierra Alhamilla sogar die einzige natürliche Wüste Europas.

Sevilla, geschichtsträchtige Hauptstadt Andalusiens, bezaubert den Besucher durch Eleganz, Dramatik und Farbigkeit. Sie ist der Inbegriff alles andalusischen, vereint maurische und christliche Architektur, steht für Flamenco und Stierkampf und ist zu Recht einer der größten Besuchermagneten der Region. Und doch stehen ihr die anderen andalusischen Städte des Hinterlandes an Attraktivität kaum nach. Auch hier haben die arabischen Eroberer ihre Handschrift hinterlassen, ist die Symbiose abend- und morgenländischer Kultur spürbar: die lebhafte Universitätsstadt Granada am Fuße der Sierra Nevada mit der berühmten Alhambra, das verwinkelte Córdoba, einst Hauptstadt des Kalifats mit seiner großartigen Moschee oder das wehrhafte Ronda, gelegen in schwindelerregender Höhe über der Schlucht des Río Guadalevin.

Traumhafte Sandstrände an der Costa de la Luz

Die Costa de la Luz zeichnet sich durch schöne, lange Sandstrände aus. Bild: tourspain

In den Sommermonaten, wenn das Thermometer fast täglich über 30 Grad anzeigt, zieht es die meisten Besucher an die Küsten Andalusiens. Im Bereich des Mittelmeers reichen die Gebirgslandschaften des Hinterlandes fast überall bis unmittelbar an die See und bilden Buchten, zwischen die sich die sandig bis kieseligen Strände der Costa de Almeriá, Costa Tropical (Provinz Granada) und der berühmten Costa del Sol rund um Málaga schmiegen. Bedingt durch die große internationale, wie nationale Beleibtheit dieses Küstenabschnitts hat sich hier früh ein intensiver Tourismus entwickelt, dem viele kleine Fischerorte zugunsten künstlicher und steriler Hotelsiedlungen weichen mussten, wie das Beispiel des großen Ferienortes Torremolinos bei Málaga verdeutlicht. Dass es auch anders geht, beweisen Ferienorte, die sich ihr eignes Gesicht bewahren konnten, wie etwa das beschauliche Nerja oder das mondäne Marbella.

Im Westen, bei Algeciras geht das Mittelmeer in den Atlantischen Ozean über. Ab Tarifa bestimmen die nahezu endlos scheinenden, goldgelben Dünenstrände der Costa de la Luz das Landschaftsbild der Küste. Zwischen der Seefahrerstadt Cádiz, die Kolumbus zum Ausgangspunkt seiner Amerikafahrt machte und der Sherry-Stadt Jérez breitet sich ein großes Feuchtgebiet aus, das Tausende von Zugvögeln und Residenten beheimatet, darunter auch eine große Kolonie Flamingos. In Richtung Huelva, der letzten spanischen Bastion vor den Toren Portugals schließlich, entfalten die Strände der Costa de la Luz noch einmal ihre volle Pracht und laufen als weite, flache Ebenen ins Meer hinaus.

Für aktive Urlauber hält Andalusien aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt eine nahezu unbegrenzte Palette an Sportmöglichkeiten bereit. Eine große Zahl hochmoderner Marinas schmückt die Küstenorte des Mittelmeers, an deren Stränden sich neben diversen Anbietern von Funsportarten (Jetski, Banaboat, Parasailing,…) auch viele Tauchschulen angesiedelt haben. Wind- und Kitesurfer hingegen sind an der Atlantikküste bestens aufgehoben, wo sich rund um Tarifa ein internationales „Surf-Mekka“ etabliert hat.

Das Pferd spielte in der Geschichte Andalusiens stets eine bedeutende Rolle

Das Pferd steht im Mittelpunkt vieler Feste. Bild: tourspain

Das Pferd spielte in der Geschichte der Region stets eine bedeutende Rolle. Tausende von Besuchern bewundern alljährlich bei den Vorführungen der „Réal Escuela de Arte Ecuestre“ (königliche Reitschule) die hohe Kunst des andalusischen Reitens, bei der Pferd und Reiter zu einer Einheit verschmelzen. Doch die edlen Reittiere stehen auch bei Festen und Pferderennen im Mittelpunkt und zahlreiche Reitschulen laden zu einem Ausritt entlang der Strände oder durch unberührte Natur. Jüngeren Datums ist die Begeisterung für den Golfsport. Das nahezu ganzjährig stabile Wetter und die große Anzahl der Plätze hat dazu beigetragen, dass die Costa del Sol zu den beliebtesten Golfregionen Europas gehört.

Das andalusische Hinterland steht auch in punkto Sportangebot den Küsten in nichts nach. So befindet sich in der Provinz Granada eines der besten Reviere für Gleitschirmflug. Die Berglandschaft des Mittelmeerraums bietet Raum für Mountainbiking, Wandertouren und ambitionierte Kletterer, während kühle Gebirgsflüsse wie geschaffen für Rafting, Canyoning und Kanufahrer scheinen. Und schließlich beweisen die weißen Gipfel der Sierra Nevada auf über 3.000 Metern mit ihren Wintersportzentren, dass Andalusien zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist.

Die bekanntesten Urlaubsorte in Andalusien
Aguadulce | Mojacar | Roquetas de Mar | Almunecar | Benalmadena | Fuengirola | Marbella | Nerja | Torremolinos | Conil de la Frontera | El Puerto de Santa Maria | Isla Christina – La Antilla | Jerez | Novo Sancti Petri | Sevilla