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Nizza

Nizza, die Perle der Côte d’Azur, verkörpert wohl wie keine andere Stadt das Lebensgefühl dieses Küstenstreifens. Mit 350.000 Einwohnern ist die Metropole eine moderne Großstadt, die sich jedoch das Flair eines mondänen und kosmopolitischen Badeortes bewahrt hat. Auf der einen Seite liegt, unmittelbar an die blauen Wasser des Mittelmeers angrenzend, die berühmte Promenade des Anglais mit ihren prächtigen Boulevards, wie dem Hotel Negresco, auf der anderen Seite gibt es die historische Altstadt mit ihren verwinkelten Straßenzügen, die eine gelungene Mischung aus südfranzösischem und italienischem Einflüssen ist.

Nizza muss sich in vielerlei Hinsicht im landesinternen Städtevergleich nur Paris geschlagen geben. Nirgendwo außerhalb der Hauptstadt findet man ein vergleichbares Angebot an Museen und auch der etwas außerhalb gelegne Flughafen, das Lufttor zur Côte d’Azur, ist der zweitgrößte des Landes. Auch wenn es heute in jeder Ecke Nizzas nach Fremdenverkehr und Urlaub duftet, war die Stadt schon lange bevor die ersten englischen Reisenden sie zum Winterquartier erwählten äußerst bedeutend. So ist Nizza einer der ältesten Siedlungsplätze Europas. In einer Grotte am Westhang des Mont Boron wurden Feuer- und Wohnstätten gefunden, die zwischen 100.000 und 1,5 Millionen Jahre alt sind. Später in Mittelalter und Früher Neuzeit war die Handelstadt ein begehrtes Streitobjekt italienischer und französischer Fürsten und wechselte im Streben nach der bestmöglichen Verbindung oft die Seiten. Nicht nur mit positiven Auswirkungen: die wiederholten Eroberungen der Stadt sorgten dafür, das nahezu alle mittelalterliche Bausubstanz zerstört wurde.

Nichtsdestotrotz weiß eine Perle wie Nizza den heutigen Besucher zu überzeugen. Es ist nicht nur der Kiesstrand an der Engelsbucht (Baie des Anges) und das milde Klima, die in die Mittelmeermetropole locken. Es ist ebenso der tägliche Markttrubel im historischen Kern mit seinem Angebot an provinzialischen Spezialitäten und die kleinen, italienischen Gassen, die im Kontrast zum ausgiebigen Nachtleben und den glitzernden Casino-Schildern an der Promenade stehen. Darüber hinaus ist das bereits erwähnte Museumsangebot der Stadt einmalig. Vor allen Dingen Kunstliebhaber haben die Qual der Wahl: geht es ins Musée Matisse, zu den werken Chagalls oder doch lieber ins Museum der Schönen Künste? Wie gut ist da der dran, der etwas Zeit mit nach Nizza bringt, denn der kann sie alle besuchen.