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Granada

Alhambra vor schneebedeckten Bergen

Die Alhambra in Granada: ein Meisterwerk maurischer Baukunst. Bild: Junta de Andalucia

Keine Reise nach Andalusien ohne einen Abstecher nach Granada. Die Stadt am Fuße der Sierra Nevada bezaubert: maurisches Erbe, herrliche Profanbauten und sakrale Architekturgenüsse geben sich dicht an dicht ein Stelldichein und über allem thront die Alhambra, das wohl faszinierendste arabische Bauwerk auf europäischem Boden.

Wer einmal des Abends durch die engen Gassen der Innenstadt gebummelt ist, in Tapas-Bars eingekehrt ist oder einen heißen Tee in einer arabischen Teestube genossen hat, dann auf den Albaicín steigt und von dort die angestrahlte Alhambra, die wie eine Königin über der Stadt thront, bewundert, der fühlt sich dem Paradies auf Erden nah.

Das maurische Viertel in Granada

Der Albaicín in Granada, das maurische Viertel. Bild: Junta de Andalucia

Granada ist eine einmalige und vielfältige Metropole. Sie liegt an den Ufern des Río Genil und hat aus beiden Kulturen, der maurischen und der spanischen das Beste mitgenommen. Das Zentrum der Altstadt bildet die Renaissance-Kathedrale Santa María de la Encarnation, in deren Capilla Real die Katholischen Könige ruhen. Die gewaltigen Ausmaße des Gotteshauses gehen in dem umgebenden Häusermeer fast verloren. Eng reihen sich die Kunsthandwerksläden aneinander: Laternen, Wimpel und Kleidungsstücke sind über die schmalen Gassen gespannt, die einem orientalischen Basar gleichen.

Auf kleinem Raum winden sich auch die Straßen den Albaicín hinauf. Das alte maurische Viertel, das auf einem Hügel gegenüber der Alhambra errichtet wurde, strahlt noch viel von seinem einstigen Flair aus. Auf dem ersten Stück des Aufstiegs von der Altstadt, begleiten einen zahlreiche farbenfrohe Lokale und Teestuben, in denen orientalische Köstlichkeiten, verschiedene Teesorten und Wasserpfeifen angeboten werden. Terrassenartig schichten sich die weißgetünchten Wohnhäuser, teils mit reich dekorierten Innenhöfen, teils mit Zypressengesäumten Gärten entlang des Berges auf. Türmchen und reich verzierte Fensterbögen dokumentieren das muslimische Erbe, Kirchen und Kapellen setzten die christlichen Kontrapunkte. Besondere Erlebnisse sind die Besuche eines arabischen Badehauses oder eines Flamenco-Abends auf dem Albaicín. Folgt man der Cuestra del Chapiz gelangt man entlang der maurischen Stadtmauer, gelangt man zu den berühmten Höhlenwohnungen Granadas sowie zum ehemaligen Kloster Sacromonte.

Die Kathedrale von Granada in der Altstadt

Die Kathedrale von Granada in der Altstadt. Bild: Junta de Andalucia

Das spanische und bürgerliche Gesicht Granadas erlebt man links und rechts der Puerta Real. Hier treffen die breiten Boulevardstraßen der Acera del Darro und der Calle Reyes, entlang derer mehre kühlende Wasserfontänen und herrschaftliche Stadthäuser anzutreffen sind. Ein beliebter abendlicher Treffpunkt ist die Plaza Nueva unterhalb des Alhambra-Hügels, an der sich eine Vielzahl von Restaurants, Kneipen und Tapas-Bars gruppiert. Weitere Essens- und Ausgehmöglichkeiten liegen im nordwestlich der Kathedrale situiertem Universitätsviertel, deren Studenten für ein reges Nachtleben sorgen. Unweit der Akademie finden sich mit dem Convento de San Jerónimo und dem Hospital San Juan de Dios, inklusive Kirche, zwei weitere unbedingt sehenswerte Bauwerke.

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