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Galdár

Bananenplantagen, wohin das Auge schaut, umgeben Gáldar, das im Nordwesten von Gran Canaria am Fuße des Pico de Galdár liegt. Die alte Königsstadt der Guanchen wird oft im Rahmen von Inselrundfahrten angesteuert und konnte sich trotz ihrer sehenswerten Altstadt einen guten Teil ihrer Ursprünglichkeit bewahren.

Dem letzten hier regierenden König aus vorspanischer Zeit, Tenesor Semidan, der sich nach der Eroberung der Insel zum Christentum bekannte, hat man in der Nähe der Plaza de Santiago ein Denkmal gesetzt. Sein Palast soll sich am heutigen Standort der Iglesia de los Caballeros an oben genanntem Platz befunden haben. Das darüber errichtete Gotteshaus blickt auf einen über hundertjährige Bauzeit zurück und wurde erst 1826 geweiht. Älteren Datums ist das Taufbecken in ihrem Inneren, das bereits im 15. Jahrhundert von Andalusien auf die Insel importiert worden sein soll.

Ansonsten liegt an dem zentralen Platz des 22.000 Einwohner Städtchens mit seinen schattigen Bäumen noch das Rathaus, in dessen Innenhof ein imposanter Drachenbaum residiert. Die größte Attraktion Gáldars liegt jedoch am südwestlichen Ortsausgang. Die erst kürzlich wiedereröffnete „Cueva Pintada“ ist eines der wichtigsten Zeugnisse der kanarischen Ureinwohner im gesamten Archipel. Die Höhle wurde bereits 1873 entdeckt und birgt zahlreiche geometrische Malereien. Nach dem diese einmaligen Zeugnisse der Guanchen-Kultur nach jahrelangem Publikumsverkehr zu verbleichen drohten, wurde die Höhle 1985 grundlegend renoviert. Nun können Besucher die rund 2000 Jahre alten Kunstwerke durch schützende Glasfenster erneut bewundern.

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