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Telde

Das 80.000 Einwohner zählende Telde ist nach las Palmas die zweitgrößte Stadt der Insel und als solche ein Zentrum der Industrie. Von den zahlreichen Fabrikgeländen und grauen Lagerhallen der Vorbezirke, sollte man sich jedoch nicht von einem Besuch des Ortes abhalten lassen. Als einstiger östlicher Regierungssitz der Guanchen, in der Region wurden zahlreiche archäologische Fundstücke der kanarischen Ureinwohner gemacht, blickt Telde auf eine bewegte Vergangenheit zurück.

Die Schönheiten Teldes offenbaren sich dem Besucher im historischen Stadtkern, zu dem auch das älteste Viertel San Francisco zählt. Hier findet man zahlreiche bauliche Zeugen der rumreichen zeit, als die Stadt ihr Geld mit dem Anbau und Handel von Zuckerrohr verdiente. Durch den Einsatz von Sklaven konnte man günstig produzieren und so mancher Plantagenbesitzer ließ sich in den eng verwinkelten Gassen Teldes ein schmuckes und reichverziertes Stadthaus errichten. Lobenswert ist liebevolle Erhaltungs- und Restaurierungsarbeit, die die heutigen Besitzer in die historischen Gebäude gesteckt haben, die heute ein authentisches kanarisches Stadtbild widerspiegeln.

Ein Anlaufpunkt der Altstadt ist die Plaza de San Juan mit dem gleichnamigen, aus verschiedenem Vulkangestein errichteten Gotteshaus. Die Iglesia de San Juan Bautista wurde als dreischiffiger gotischer Bau 1520 begonnen und danach zahlreichen Umbaumaßnahmen am Mittelschiff unterworfen. Die beiden Glockentürme schließlich stammen aus dem 20. Jahrhundert. Ein kunstvolles flämisches Altarrentabel mit Szenen aus dem Leben Marias schmückt den Innenraum. Auffällig ist die über dem Altar aufstrebende aus Mexiko stammende Christusfigur.

Ein kleines Museum  in der Calle León y Castillo setzt sich ausführlich mit den beiden Brüdern Fernando und Juan gleichen Nachnamens auseinander, die sich in Madrid maßgeblich für den Ausbau des Hafens von las Palmas einsetzten. Zu sehen sind neben dem Originalmobilar auch Erinnerungsstücke und Originalpläne.

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