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Castell d’Alaró

Monolithisch wacht das Felsplateau des Puig d’Alaraó über den südöstlichen Rand der Serra de Tramuntana. Auf 825 Metern über dem Meeresspiegel finden sich die Überreste des Castell d’Alaró, das einst den Gipfel krönte. Die Burg, von der vorwiegend Mauerteile und einige Türme erhalten blieben, stellte bereits die arabischen Eroberer auf eine harte Probe: acht Jahre lang, leistete sie ihren morgenländischen Belagerern hartnäckigen Widerstand. Heute sind es jedoch weniger die historischen Ruinen als vielmehr die einmalige Aussicht, die die zahlreichen Besucher anlockt.

Um diese zu genießen muss man jedoch erst einen rund 35 Minuten langen, anstrengenden Fußmarsch auf sich nehmen. Dieser führt vom Parkplatz bei der Finca es Verger bis zum Gipfel des Puig d’Alaró. Unterwegs passiert man eine Reihe von Kreuzwegstationen, die daran erinnern, dass der Berg auch ein wichtiger Wallfahrtsort Mallorcas ist. Die Legende besagt, dass 1662 ein Pfarrer während einer lang anhaltenden Dürreperiode eine Bittprozession auf den Puig d’Alaró führte. Nur wenig später setzte der erhoffte Regen ein. Zum Dank bauten die Bewohner Alarós die Kapelle Nostra Senyora del Refugi in das, schon damals vom Verfall bedrohte Kastell. Das schlichte Gotteshaus, auf dessen Altar ein Bildnis der Schutzpatronin steht, kann besichtigt werden.

Auf dem Gipfel angekommen erwartet den Besucher ein weiter Blick über das Tal von Orient bis zum Puig de Major. Stärkung nach dem schweißtreibenden Aufstieg verspricht das kleine Gasthaus mit Herberge, dessen Versorgung noch heute mittels Eseln gewährleistet wird.

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