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Valldemossa

Valldemossa - ein idyllisches Bergdorf

Valldemossa – ein idyllisches Bergdorf. Bild: Formento del Turisme Mallorca

Zu Füßen des Berges Teix liegt die malerische, von landschaftlichem Grün umgebende Kleinstadt Valldemossa. Sie ist auf der ganzen Insel aufgrund ihres Karthäuserklosters, in dem einst der Komponist Fréderic Chopin und seine Geliebte George Sand Quartier fanden, bekannt. Doch sollte man es bei einem Besuch der Kartause nicht versäumen, einen Abstecher in die nicht minder sehenswerte Unterstadt einzuplanen. Schmale Gassen laden hier zum Spaziergang, zwischen rund 300 Jahre alten, blumengeschmückten Häusern. An jedem Gebäude findet man handgemalte Kacheln mit dem Bildnis der Heiligen Catalina Tomás, die im 16. Jahrhundert in Valldemossa geboren wurde. Schon als Kind soll sie Wunder gewirkt und Visionen gehabt haben. Ihr Geburtshaus  liegt direkt neben der Pfarrei und ist aufgrund des neuzeitlichen Wandgemäldes und der Heiligenstatue nicht zu verfehlen.

Von der Unterstadt gelangt man bergauf zum Vorplatz des Klosters mit Parkplätzen, Boutiquen und hübschen Restaurants. Der Komplex aus mehreren Gebäuden gruppiert sich um einen üppigen, teils terrassenartigen Garten mit schönem Blick über die Stadt. Aufgrund des großen Besucherstroms empfiehlt es sich, die Besichtigung in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag durchzuführen.

Der Besucher betritt zunächst die einschiffige Klosterkirche, deren Innenraum klassizistisch gestaltet wurde. Weiße Stuckwände und ausschmückende Deckenfresken sorgen für ein freundliches Ambiente. Unter den zahlreichen Stauen findet sich auch ein weiteres Bildnis der Volksheiligen Catalina Tomás. Über den Kreuzgang geht es weiter zur historischen Apotheke mit antikem Mobilar, Waagen, Mühlen, Mörsern sowie kunstvolle Aufbewahrungsgefäßen, die der hier arbeitende Mönch für seine pharmazeutische Tätigkeit benötigte.

Das bekannte Karthäuserkloster in Valldemossa

Das Karthäuserkloster in dem einst Chopin und seine Geliebte Unterschlupf fanden. Bild: Tourspain

Der nun folgende, eigentliche Klosterkomplex gliedert sich in die Wohnung des ehemaligen Abts mit Bibliothek, eine Kapelle sowie mehrere Zellen, von denen Nr. 2 und Nr. 4 die Aufenthaltsräume Chopins und George Sand waren. Die heutigen Besitzer der Zellen haben hier eine kleine Gedenkstätte für die ehemaligen, berühmten Bewohner eingerichtet und liebevoll Erinnerungsstücke zusammengetragen, darunter Manuskripte, Briefe und Partituren. Die benachbarten Zellen beheimaten die Ausstellung des Museu Muncipal mit einer bemerkenswerten Druckerpresse und Bildern lokaler Landschaftsmaler. Über einen Hof gelangt man zum letzten und ältesten Teil (14. Jahrhundert) der Gebäude, dem ehemaligen Palast des Königs Sanç (Palau del Rei Sanç) mit mehreren reich ausgestatteten Räumlichkeiten und einem zur Piratenzeit entstandenem Wehrturm.

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