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Hierapolis

In der Nähe der berühmten Kalksinterterrassen von Pamukkale, am Rand des Lykos-Tals im Hinterland der Türkischen Ägäis, befindet sich die antike Stadt Hierapolis (deutsch: Heilige Stadt). Bereits im Altertum war der Ort bekannt für seine warmen Thermalquellen, die beim Verdunsten helle Kalkterrassen bilden. Das Wasser wurde zum Färben von Wolle eingesetzt, so dass sich der Wohlstand von Hierapolis vornehmlich auf der Weberei und dem Textilhandel begründet.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Stadt im 3. Jahrhundert v. Chr. von Antiochos II. neu gegründet wurde, sie jedoch vermutlich bereits vorher bestand. Ältere Siedlungsspuren liegen unter dicken Kalksteinschichten verborgen. Nachdem Hierapolis im Jahr 17 n. Chr. durch ein verheerendes Erdbeben in weiten Teilen verwüstet wurde, wurde sie anschließend erweitert und vergrößert wieder aufgebaut. Die Bewohner errichteten im 1. und 2. Jahrhundert eindrucksvolle Tempelanlagen, Theater, Brunnen, römische Thermalbäder, gepflasterte Hauptstraßen, eine Agora, ein alter Marktplatz, massive Stadttore etc.

Auch die vielen Sarkophage sowie die Nekropolen, die in der Umgebung angelegten Gräber, können auf diese Zeit zurückdatiert werden. Die mehr als 1.200 Gräber, die vor dem Nordtor der Stadt zu finden sind, stellen eine der größten antiken Totenstädte in ganz Kleinasien dar.

Zahlreiche Bauwerke in Hierapolis wurden bei einem Erdbeben 1334 zerstört. Unter der Regie italienischer Universitäten werden die Reste von ihnen derzeit freigelegt und rekonstruiert.

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